Vom 15.-17. Dezember unternahmen die Schüler des Seminarfachs "Der israelisch-arabische Konflikt" eine kurze Studienfahrt nach Berlin, um die deutsche Rolle im Nahost-Konflikt genauer zu untersuchen. Nach einem Besuch in der palästinensischen Vertretung begaben wir uns am Samstag mit dem jüdischen Stadtführer Jörg Benario auf die Spuren des Judentums in Berlin. Am Nachmittag folgte im Jüdischen Museum ein Vortrag zur Geschichte Jerusalems. Das politische Zentrum Berlins mit dem Reichstag, dem Brandenburger Tor und dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas bildete am Sonntag den Abschluss der Exkursion.

  • bild01bild01

Peter Beckmannshagen

Fairness in der Schule - auf welchem Weg?

Das diesjährige Finale des Schulwettbewerbs "Jugend debattiert" (20.12.17) stand ganz unter dem Motto einer gerechteren Leistungsbewertung von Schülerinnen und Schülern.

Dabei debattierten die Schülerinnen der Altersklasse I (Lina Baptista (9b), Tilda Jahn (9c), Anna Kollmann (9e) und Romy Daems (10a)) über das Thema "Soll im Sportunterricht auf Notengebung verzichtet werden?". Die Pro-Seite, bestehend aus Romy und Anna, sah bei der derzeitigen Lage eine Benachteiligung untalentierter und körperlich eingeschränkter Schüler und forderte die Aussetzung der Notengebung im Fach Sport und die stärkere Förderung sozialer Kompetenzen in diesem Fach. Lina und Tilda sahen die geforderte Maßnahme hingegen als eine Einschränkung der Entwicklung von Schülerinnen und Schülern, gerade im Hinblick auf die Vorbereitung der Kinder auf das spätere Leben.

  • bild01bild01

In der Altersklasse II (Alina Bohlen, Marie-Joel Büter, Nina Koernig und Anneke van Faassen) machten sich die Debattantinnen Gedanken darüber, inwiefern man eine objektivere Bewertung der Leistungen erreichen kann. Dabei ging es um die Fragestellung "Sollen Klassenarbeiten anonymisiert geschrieben werden?". Anneke und Marie von der Pro-Seite waren der Überzeugung, dass Vorurteile von Lehrern Einfluss auf die Bewertung haben und oft subjektiv seien, wohingegen Alina und Nina verdeutlichen konnten, dass noch viele Hürden bei der Durchführung der Maßnahme bestehen würden und dass das Leben auch geprägt sei von Subjektivität.

Am Ende konnten sich in der Altersklasse I Romy Daems und Tilda Jahn sowie in der Altersklasse II Alina Bohlen und Nina Koernig mit ihren Argumenten und ihrem Auftreten bei der Jury (Insa Rigterink, F. Mogge, J. Schreiber, C. Pala) durchsetzen und sind unsere diesjährigen Schulsiegerinnen. Alle vier vertreten unsere Schule am 30. Januar 2018 beim Regionalentscheid ‚Jugend debattiert'. Wir wünschen allen viel Erfolg und hoffen auf eine Fortführung auf der Landes- und Bundesebene.

Cem Pala

Wie jedes Jahr veranstaltete die Q34 die Nikolausaktion. Hier ein paar wenige Bilder.

  • bild01bild01

 

... "Strukturwandel im Ruhrgebiet (im Nebel)"

Am Dienstag (19.12.2017) sind die Erdkundekurse Q34 von Frau Fabriczek, Frau Späthe und Herrn Vrielmann ins Ruhrgebiet gefahren, um vor Ort den Strukturwandel im Ruhrgebiet live erleben zu können. Begleitet wurden wir von ExpertInnen des Regionalverbandes Ruhr. Dieses Jahr war das Wetter leider eher bescheiden, auf dem Tetreader in Bottrop waren Schüler und Erdboden teilweise ganz im Nebel verschwunden. Wir besuchten auch noch das Stadtentwicklungsprojekt "Krupp-Gürtel" in Essen, die Neue Mitte Oberhausen und den Landschaftspark Duisburg-Nord. Auch dieses Jahr wurde die Exkursion durch die großzügige Unterstützung des Förderkreises des Gymnasiums Nordhorn möglich.

  • bild01bild01

Stefan Vrielmann

Fast wie jedes Jahr fuhren auch in diesem Jahr zwei Klassen 9 zu den Drostestätten ins Münsterland. Der anschließende Bericht einer Schülerin vermittelt einen Eindruck dieser m.E. unbedingt zu empfehlenden Reise, um einen Eindruck zu gewinnen, wie diese besondere Dichterin gelebt und geschrieben hat. Gerade in herbst- und winterlichen Zeiten wird deutlich, welche Unterschiede es zwischen heute und einem Leben vor 200 Jahren gab.

Marianne Spethmann / Birgit Rathmann-Schwenen

 

Ausflug zu den Droste-Hülshoff-Stätten

Am Freitag, den 01.12.2017, fuhren wir, die Klassen 9B und 9D nach Münster, den Geburtsort von Annette von Droste-Hülshoff, da beide Klassen zuvor ihr Werk "Die Judenbuche" im Unterricht gelesen hatten.

Zuerst besichtigten wir die Burg Hülshoff, in der die Schriftstellerin geboren wurde. Dort erhielten wir Eintritt in den 1. Stock, wo sich sechs Räume befinden, die mit Möbelstücken aus ihren Lebzeiten ausgestattet sind. Durch einen Audio-Guide wurden uns Informationen über die Burg und die Familie Droste-Hülshoff vermittelt. Besonders beeindruckend war die Bibliothek, in der über 5.000 Bücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen. Abschließend konnten wir noch einen Spaziergang um die Burg herum machen. Sie ist umgeben von einem Wald und großen Rasenflächen und wird durch Wassergräben geschützt.

  • bild01bild01

Danach fuhren wir zum Rüschhaus, in das Annette von Droste-Hülshoff nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester eingezogen war. Das Rüschhaus ist ein eher bäuerliches Haus, das zwar für das 19. Jahrhundert relativ gut ausgestattet war, aber doch einen großen Unterschied zur Burg Hülshoff bildet, von der es einen ca. einstündigen Fußmarsch entfernt liegt. Dort erhielten wir durch die Führung eines Guides einen Einblick in ihr Privatleben nach dem Tod ihres Vaters und den Alltag in einem Bauernhaus zu ihren Lebzeiten. Z.B. lernten wir, dass man seine Nutztiere bei sich im Haus hielt, um es etwas wärmer zu haben, da es vor allem im Winter dort sehr kalt wurde. Außerdem besichtigten wir das Zimmer der Schriftstellerin, in dem sie die meisten ihrer Werke verfasst hatte. Durch einige Briefe, die unser Guide uns vorlas, erfuhren wir mehr über ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten gegenüber ihr nahestehenden Personen. Was uns alle zum Staunen brachte, war aber eine Kopie einer ihrer Originalschriften, die wir zum Schluss der Führung betrachten konnten. Aufgrund ihrer starken Kurzsichtigkeit musste sie nämlich beim Schreiben mit ihrer Nase das Papier berühren, damit sie ihre eigene Schrift entziffern konnte. Dadurch wurde ihre Schrift so klein, dass sie für uns alle unlesbar war.

Den Schluss dieses lehrreichen Tages bildete dann der Besuch des Weihnachtsmarktes in Münster.

Fiona Kölber, 9B