20

In der vergangenen Woche (15. bis 19. April 2024) fand nach fünf Jahren coronabedingter Pause endlich wieder der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule aus Malbork (Polen) statt. 17 Schülerinnen und Schüler aus der Stadt an der Nogat besuchten uns und waren in Nordhorner Gastfamilien untergebracht. Den letzten Gegenbesuch in Polen hatten wir noch wegen des Pandemieausbruchs im April 2020 absagen müssen, sehr zum Bedauern von Schülerinnen und Schülern aus dem Abiturjahrgang 2022. Nach einer gelungenen und bereichernden Woche, in der wir insbesondere unserer Kunstlehrerin Frau Lambers für ihr Engagement in der Projektarbeit dankbar sind, freuen wir uns nun schon auf unseren Gegenbesuch in der Stadt mit der riesigen Kreuzritterburg. Danzig, die Ostsee und das KZ Stutthof werden weitere Ausflugsziele sein.

Großzügig gefördert wird unsere gemeinsame Begegnung vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, Erasmus und der Stadt Nordhorn (Letzteres aufgrund der bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Malbork und Nordhorn).

Hier ein knapper Überblick über die vergangene Woche anhand von Tagesberichten:

Montag, den 15.04.2024

4

Heute Vormittag sind die polnischen Austauschschüler in der Schule angekommen, nach kurzer Begrüßung der Lehrer sind dann erst einmal alle mit ihren Partnern nach Hause gefahren, um sich etwas von der langen Fahrt zu erholen. Nachmittags ging es dann schon direkt mit dem Programm los, mit einer deutsch-polnischen Führung durch das Textilmuseum. Die meisten von uns kannten es zwar schon, aber es bot einige interessante Einblicke in unsere Stadtgeschichte für die Gäste. Anschließend machten wir noch Gruppenfotos in originalen NINO-Kleidungsstücken. Zum Abschluss des Tages stand noch Bowling auf dem Programm, zusammen mit den polnischen, isländischen, italienischen und spanischen Gästen spielten wir mit den Lehrern in gemischten Gruppen, trotz Schlafmangels wurde bis abends hart gekämpft. Wir sind schon mega gespannt auf die nächsten Tage, mit noch richtig viel Programm.

Johanna Horstmann

Dienstag, den 16.04.2024

8

Heute haben alle den Morgen in den Gastfamilien verbracht und sind dann gemeinsam mit ihren Austauschpartnern zum Gymnasium Nordhorn gefahren. Dort haben wir von Frau Lambers eine Einführung in die Projektarbeit bekommen und konnten direkt damit starten. Wir haben in deutsch-polnisch gemischten Zweierteams an einem Kunstwerk aus verschiedensten Sachen, vor allem Textilien, zum Teil aber auch selbst gefundene oder von Frau Lambers mitgebrachten Materialien, gearbeitet und hatten viel Spaß dabei. In der Mittagspause waren wir mit einem Großteil der Gruppe im „Extrablatt“, um uns für die Stadtrallye durch Nordhorns Innenstadt zu stärken. Den restlichen Nachmittag und Abend haben alle in ihren Gastfamilien verbracht.

Lina Gappa

Mittwoch, den 17.04.2024

10

Heute ging es für uns schon um 7.15 Uhr mit dem Bus los in Richtung Amsterdam und nach einer nur dreistündigen Fahrt kamen wir auch schon an. Als Erstes stand eine Fahrt mit dem Boot durch die wunderschönen Grachten von Amsterdam mit einer begleitenden Audioführung auf dem Plan, währenddessen wir zwar unter Regen, aber dennoch mit einem schönen Blick durch die Amsterdamer Kanäle fuhren. Anschließend stand uns die restliche Zeit zur freien Verfügung und es blieb trotz des nicht ganz mitspielenden Wetters genug Zeit für ein wenig Sightseeing, Shopping und eine kleine Mahlzeit, bis es gegen 17.00 Uhr dann auch schon wieder mit dem Bus zurück nach Nordhorn ging, wo die Austauschschüler den Abend bei ihren Gastfamilien ausklingen ließen.

Tom Mäulen

Donnerstag, den 18.04.2024

14

Heute haben wir den Tag gegen 9.00 Uhr in der Schule gestartet und an unseren künstlerischen Projekten weitergearbeitet. Daraufhin sind wir mit dem Bus nach Münster gefahren, wo wir eine historische Stadtführung bekommen haben. Anschließend hatten wir genug Zeit, uns die Stadt selbst anzusehen und ein wenig zu shoppen. Nach der Rückfahrt mit dem Bus hatten wir noch etwas Zeit, um uns frisch zu machen, bevor wir zur Party in die Tanzschule Jobmann gingen. Dort haben wir den Abend zusammen mit den polnischen, isländischen, italienischen und spanischen Austauschschülerinnen und -schülern bei Musik, Tanz und netten Gesprächen ausklingen lassen.

Tim Plaschke & Joris Konjetzky

Freitag, den 19.04.2024

19

Heute stellten wir im Rahmen unseres Kunstprojektes unsere Präsentationen fertig. Diese wurden im Anschluss vor dem Kunst-LK von Frau Lambers und vor Herrn Langlet präsentiert und besprochen. Danach sind wir zurück in die Familien gefahren, haben den Gästen beim Kofferpacken geholfen und ein letztes Mal mit ihnen Mittag gegessen. Anschließend ging es in die Mensa der Schule, wo uns ein leckeres Abschiedsabendessen der Landfrauen erwartete. Dann folgte der Abschied. Gegen 19.00 Uhr sind unsere Gäste Richtung Polen aufgebrochen. Es war eine schöne Woche und wir freuen uns schon auf unseren Gegenbesuch in Polen! Danke an Frau Lambers für die Projektleitung und natürlich an Herrn Etmanski und Frau von Behren für die Organisation. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht!!

                                                                                              Lena Schmidt

25 Jugendliche aus Reykjavik und Nordhorn erarbeiten eine Tanzperformance zu „Fertram und Hildur“

die Gruppe

„Tanzen? Das ist nicht Ihr Ernst!“ Eher skeptisch reagierten die Schülerinnen aus dem Jahrgang 12 auf die Ankündigung von Kirsten Rigterink, der Leiterin des DS-Kurses, dass in diesem Jahr Tanz Thema des Erasmusprojekts sein werde. Bereits zum dritten Male besuchten Jugendliche und Lehrkräfte unserer Schule die Reykjaviker Borgaholts-Schule. Die Skepsis der 16 Nordhorner Jugendlichen wich aber schnell. Unter der Leitung der engagierten Tanzpädagoginnen des TPZ Lingen, Linda Waldhoff und Beatrice Panero, entwickelten sie zusammen mit ihren Gästen aus Reykjavik in der vergangenen Woche eine Choreografie zu einem isländischen Märchen. Die Geschichte von Fertram und Hildur erzählt von der Verfolgung der schönen Prinzessin und ihrem Geliebten durch die böse Hexe. „Stellt euch vor, ihr seid kleine Fische auf der Flucht“, regte Linda Waldhoff die Fantasie der Jugendlichen an. Diese verwandelten verschiedene Handlungen des Märchens in Bewegung. Mit wenigen Requisiten und eindringlicher Musik stellte die Gruppe Macht, Flucht, Verzweiflung und Rettung tänzerisch dar. „Ich habe nicht alles verstanden“, erklärte eine Besucherin der Show, „aber die Bilder haben mich berührt.“

Probenfot 4

„Die Arbeit erweitert den Unterricht in Darstellendem Spiel auf besondere Weise“, erläutert die Projektleiterin Rigterink. „Tanz behandeln wir eher stiefmütterlich, aber mit dem TPZ haben wir einen kompetenten Partner an der Seite“. Die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union ermöglicht unserer Schule, die Dozentinnen zu engagieren, und finanziert auch die anderen Kosten des teuren Austauschs. „Die Familien der Teilnehmenden müssen nur einen geringen Eigenanteil zahlen. Ohne die EU und ohne die Erasmus-Fördergelder könnten wir nicht nach Reykjavik fliegen“, erklärt Andreas Langlet, Direktor unserer Schule. Nachdem die Gruppe bereits im Februar in Island gewesen war, organisierte die Schule im April den Tanzworkshop. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie Bowling, Lasertag oder Party sowie eine Exkursion nach Amsterdam lockerten die Projektarbeit auf.

Flosi und Gudny aus Reykjavik

Der Austausch in diesem Jahr setzte so die Partnerschaft mit Island fort. 2022 fotografierten die Schülerinnen und Schüler Landschaften und erstellten Radierungen unter der Leitung der Kunstlehrerin Thea Lambers und dem Physiklehrer Matthias Dornbusch. Ein Jahr später begeisterte der isländisch-deutsche Mädchenchor unter der Leitung von Heike Späthe die Zuhörer auf der Charitygala des Gymnasiums. 2025, zum hundertsten Geburtstag unserer Schule, wird Musik erneut ein Schwerpunkt des Austausches sein. Heike Späthe, die Leiterin der Musikfachgruppe, teilt gut gelaunt mit: „Chor und Band werden nach Island reisen.“

                                                                                                          Kirsten Rigterink

8F73FC71 F421 43B2 B7E5 76F78E56984D

„Drei, zwei, eins, Klappe und ACTION!“ – Auch in diesem Jahr fand ein weiteres Mal die Grafschafter Filmklappe statt und bot vielen jungen Filmemacherinnen und Filmemachern eine Plattform, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Am Freitag, den 12.04.2024 fand die jährliche Preisverleihung der Grafschafter Filmklappe in der Aula des Gymnasiums Nordhorn statt. Die Jury bestand aus Gerlinde Schmidt-Hood (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung), Dr. Thomas Niemeyer (Städtische Galerie Nordhorn) und Tom Wolf (Kulturzentrum Komplex Schüttorf). Als Vertreter vom Landkreis für die Abteilung Schule, Bildung und Kultur war Thomas Kliemt zugegen. Laut Veranstaltungsleiter vom Kommunalen Medienzentrum Peter Scholz wurde auch in diesem Jahr wieder eine großartige Anzahl von 21 Filmen eingereicht.

In der Kategorie Jahrgangsstufen 1 bis 6 schaffte es die Grundschule auf dem Süsteresch, den dritten Platz zu erklimmen, mit ihrem Film „Die Europamission“. Die SchülerInnen haben sehr gute Arbeit geleistet, diesen von der Jury gelobten Film zu erstellen. Den zweiten Platz verdiente sich ebenfalls die Grundschule auf dem Süsteresch mit ihrem Film „Ein Schmetterling entdeckt Europa“. Die SchülerInnen haben mit viel Kreativität und Einfallsreichtum ein ausgezeichnetes und informatives Video zu den europäischen Ländern zusammengestellt und sich so eine Weiterleitung zur Niedersächsischen Filmklappe redlich verdient. Die Erstplatzierung und somit weitere Weiterleitung zur Niedersächsischen Filmklappe sicherte sich der Film „Ben der Bär“, der auch von der Grundschule auf dem Süsteresch eingereicht wurde. Mit Witz und künstlerischem Talent erzählten die Grundschüler die Geschichte des Bären Ben und vermittelten dem Publikum gleichzeitig einige interessante Fakten über die verschiedenen Länder Europas. Ein hervorragender Beitrag, den die beiden Schüler mit der Unterstützung ihrer Betreuerin Heike Draber erarbeitet haben.

 8CBBB787 A49B 4013 95F6 B62CE2EE6540

In der Kategorie Jahrgangsstufen 7 bis 10 gab es auch in diesem Jahr eine große Bandbreite von verschiedensten Filmen und Filmgenres. Den dritten Platz, oder besser gesagt die drei dritten Plätze, erreichten in diesem Jahr das Evangelische Gymnasium Nordhorn mit seinem Film „Wie die Mutter, so die Tochter“ und das Gymnasium Nordhorn mit ihren Filmen „Kevin allein zu Haus“ und „The Godbrother“ unter der Leitung von Anika Lübbers. Alle drei Filme wurden mit viel Hingabe und Motivation erarbeitet und erreichten so zu Recht die Drittplatzierung. Die zwei zweiten Plätze belegte ebenfalls das Gymnasium Nordhorn. „Irrenanstalt Grün“ überzeugte nicht nur mit überaus gut gewählter Filmmusik, sondern auch durch einen genialen Schnitt und der schauspielerischen Leistung der SchülerInnen. Aber auch der Film „100 Days left“ lieferte mit seiner emotionalen Geschichte und seinen überzeugenden Schauspielerinnen und Schauspielern eine großartige Performance, die dem zweiten Preis und der Weiterleitung an die NDS-Filmklappe in jedem Fall gerecht wurden. Den ersten Platz in dieser Kategorie erzielte in diesem Jahr ebenfalls das Gymnasium Nordhorn. In einem aufregenden Thriller erzählten die SchülerInnen eine spannende Mafia-Geschichte, voller Abenteuer, Verrat und natürlich Aktion! Die SchülerInnen überzeugten sowohl die Jury als auch das Publikum durch ihre kreativen Ideen, die große Variation der Drehorte, den zielsicheren Schnitt und ihren wirklich überragenden schauspielerischen Leistungen. Damit haben sie sich die Erstplatzierung mit ihrem Film „Bloody Face“ mehr als verdient. Doch auch die Filme, die nicht Erst-, Zweit- oder Drittplatzierte geworden sind, wurden voller Inbrunst und Leidenschaft gedreht und geschnitten und verdienen ebenfalls eine besondere Anerkennung und Wertschätzung. Es kann leider nicht jeder gewinnen, doch schmälert das nicht die Qualität, Zeit und Liebe, die in jeden einzelnen Film geflossen sind und diesen so einzigartig und großartig machen. Scholz betonte ebenfalls noch einmal, dass es nicht darum ginge zu sagen, dass einige Filme schlechter wären als andere, sondern darum, welche eben besonders gut gemacht seien.

In der letzten Kategorie der Jahrgangsstufen 11 bis 13 gab es in diesem Jahr lediglich zwei filmische Beiträge und somit auch nur einen zweiten und einen ersten Platz. Nichtsdestotrotz waren auch in dieser Kategorie exzellente Beiträge zu sehen. Auf dem zweiten Platz landete der Film „Dokumentation Moorprojekt“ der Fachschule Agrarwirtschaft an der BBS Gesundheit + Soziales Nordhorn. Die SchülerInnen haben sich intensiv mit ihrem Thema auseinandergesetzt und so für sich selbst sowie für die Jury und das Publikum einige interessante Fakten zusammengesammelt. Außerdem setzten sie, als fast einzige Gruppe, gezielte Drohnenshots ein und erhielten so die Weiterleitung als Dokumentationsfilm. Der erste Platz in dieser Kategorie wurde an die SchülerInnen des Gymnasiums Nordhorn vergeben. In ihrem Film „Meine beste Freundin, der Vampir“ geht es um drei Jugendliche, von denen zwei glauben, ihre Freundin sei ein Vampir, und verzweifelt versuchen, dies zu beweisen. Sie gehen sogar so weit, das Mädchen anzugreifen. Doch kommt zum Schluss heraus, dass alles nur gespielt war und keiner von ihnen wirklich glaubte, dass der andere ein Vampir sei. „Meine beste Freundin, der Vampir“ ließ mit einem erfrischenden Storytelling nicht nur die Jury und das Publikum oft auflachen, sondern zeigte auch die Gefahren von Fake News und dass man nicht alles glauben sollte, was man hört und sieht. Ein sehr gelungener und lustig umgesetzter Film mit einer sehr wichtigen Message!

4C9DA37F 4A4F 45CB AD09 C959270ACE0D

Alle PreisträgerInnen erhielten ein Preisgeld und die Weiterleitung zur Niedersächsischen Filmklappe am 17.06.2024 in Hannover. Auch in diesem Jahr wurden wieder fantastische Filmbeiträge eingereicht und sowohl die Jury als auch die SchülerInnen hatten viel Spaß dabei, diese zu erarbeiten und später fertig anzusehen. Die Filmklappe bietet zukünftigen Filmemacherinnen und Filmemachern eine Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen, neue Dinge auszuprobieren und sich mit anderen ähnlich Interessierten auszutauschen und wir hoffen, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Vielzahl von Filmen gedreht und eingereicht wird.

Charlotte Laura Brand für GymNoh Newsflash

3

Ein strahlendes, selbstbewusstes Lächeln, ein mutiger und offener Blick, eine Stimme, die ihre Zuhörer in den Bann zieht – so haben wir Carlotta in den ersten Runden des Vorlesewettbewerbs kennengelernt. Schnell war klar, dass sie es weit schaffen wird. Und diese Prophezeiung bestätigte sich nun erneut am 15.04.2024 im TPZ in Lingen. Zehn Leser*innen traten beim Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs gegeneinander an und Carlotta sollte in dieser Runde die erste Leserin sein. Nervosität war im Vorfeld des Wettbewerbs kaum zu spüren, „Ich freue mich schon sehr“, antwortete sie auf Nachfrage, und vorbereitet sei sie auch gut. So souverän und sympathisch, wie sie sich Tage vor dem Wettbewerb in der Schule zeigte, präsentierte sie sich schließlich auch der Jury des Wettbewerbs. Carlotta konnte sie für sich gewinnen. Dabei war spürbar, dass sie das Lesen, das Vorlesen und das Präsentieren ihres Buches genoss. Und auch wenn sie die erste Leserin in der ersten Runde war, blieb ihr Eindruck in den Köpfen der Zuhörer hängen, sie qualifizierte sich für die zweite Runde: das Lesen des Fremdtextes. Das Niveau der Leser*innen war hoch und deshalb schien Carlotta fast überrascht, auch in dieser Runde im Vergleich mit den anderen Leserinnen und Lesern so gut abgeschnitten zu haben. Carlotta setzte sich auch diesmal überzeugend durch und qualifizierte sich mit einer weiteren Leserin für den Landesentscheid am 22. Mai im Landtag von Hannover.

1

Die Schulgemeinschaft drückt Carlotta für die nächste und auch letzte Runde vor dem Finale fest die Daumen und wünscht ihr weiterhin viel Freude am Lesen.

Anne Hilbers

Leider gab es in den letzten Jahren auch in der Grafschaft eine steigende Anzahl von Meldungen über sexualisierte Gewalt. Vor allem Jugendliche sind häufig betroffen. Um diese aufzuklären und zu sensibilisieren, hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Hobbit ein Präventionsprojekt gegen sexualisierte Gewalt gestartet. Unsere Schulsozialarbeiterin Lara Burkhardt hat dieses Projekt an unserer Schule für die Jahrgangsstufe 9 initiiert. „Die steigende Zahl der sexuellen Übergriffe ist alarmierend und zeigt den großen Handlungsbedarf. Mit dem Projekt ,Näher als du willst‘ können wir viele Schülerinnen und Schüler erreichen und eine vertrauensvolle Aufklärungsarbeit im Schulunterricht bieten“, begrüßt Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier die Projektförderung. So sollen Schüler sensibilisiert werden für Übergriffe jeglicher Art, seien sie digital oder auch analog. Mit dem Projekt bekommen sie Hilfe und Anregungen, eine eigene Einstellung zum Thema Sexualität zu entwickeln oder diese zu überprüfen. Sie sollen ihre eigenen Rechte kennenlernen, über Verbote aufgeklärt werden, sich ihrer Wünsche und Grenzen bewusst werden und diese dann auch angemessen kommunizieren können. Dazu arbeiteten die Projektleiter nach einer gemeinsamen Eröffnung im Klassenverband getrennt mit den Jungen und Mädchen, bevor sich zum Ende der Veranstaltung alle wieder im Plenum trafen und ihre Ergebnisse präsentierten.

Kerstin Wörsdörfer