Platz 5 beim Deutschlandfinale von Yes2Chess für das Gymnasium Nordhorn!

Das Gymnasium Nordhorn reiste am vergangenen Wochenende zum Deutschland-Finale von Yes2Chess 2016 nach Hamburg. Bei Yes2Chess handelt es sich bei über 13000 schachspielenden Schülern aus Europa und den USA um eins der weltweit größten Schülerschachturniere der Welt, welches von der Firma Barclaycard großzügig unterstützt wird. Schirmherr dieses Turniers ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler Felix Magath.

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In Deutschland nahmen über 6500 Kinder aus dem ganzen Bundesgebiet an dem diesjährigen Yes2Chess-Turnier teil. In mehreren Vorrunden und in dem online ausgetragenem Halbfinale konnten sich letztendlich 8 Mannschaften für das Deutschlandfinale in Hamburg qualifizieren. Der Spielort befand sich in bester Lage direkt am Hamburger Hafen mit Blick auf die Queen Mary, dem größten Passagierschiff der Welt. Bei schönem Wetter und einem tollem Catering-Service waren die Rahmenbedingungen hervorragend.

Das Gymnasium Nordhorn trat mit der Mannschaft um die Spieler Inken Meijerink, Lars ter Stal, Jonathan Rudi, Hannes Kruse und Maurice Ibraimi mit den Betreuern Victor Rudi sowie Danja und Rainer ter Stal an. Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit vom 15min + 10sec Aufschlag pro absolviertem Zug.

Die Auslosung bescherte der Nordhorner Mannschaft ein schweres Los. Gleich in der ersten Runde bekam man den Turnierfavoriten und späteren Gesamtsieger Magdeburg vorgesetzt. Dieses Spiel ging trotz guter Chancen letztendlich mit 2-3 verloren. Nach einem sicheren Sieg in der zweiten Runde gegen das Dortmunder “Gymnasium an der Schweizer Allee“ ging es in der dritten Runde gegen den späteren Zweitplatzierten “Gymnasium Remigianum aus Borken“  um den Einzug in die Finalrunde. Sehr unglücklich ging dieses Spiel mit 2-3 verloren. Somit spielte man die nächsten Partien in der Platzierungsrunde um die Plätze 5-8. Hier konnte sowohl das Spiel gegen die “Waldstadtschule Potsdam“ als auch erneut gegen das Gymnasium Dortmund sicher gewonnen werden, das Nordhorn wurde letztendlich also guter 5ter.

Die Pokale der Siegerehrung wurden vom Schach-Großmeister Helmut Pfleger überreicht, der in den 90ern durch die Fernsehsendung “Schach der Großmeister“ bekannt wurde. Abgeschlossen wurde das tolle Turnier durch eine Schiffsrundfahrt durch den Hamburger Hafen. Vielen Dank auch an Lehrer Gerrit Apelt und an den Förderverein des Gymnasiums Nordhorn, welcher die Hamburgfahrt großzügig unterstützt hat.

Nächstes Jahr gerne wieder!  :)

Rainer ter Stal

 

Studienstiftung des Deutschen Volkes - Auswahlverfahren und erste Eindrücke

Das Gymnasium Nordhorn darf (wie jedes andere Gymnasium auch) jedes Jahr drei Schülerinnen oder Schüler vorschlagen, die für die Studienstiftung des deutschen Volkes in Frage kommen. Leonie Schröder, die 2015 ihr Abitur bestanden hat, wurde aufgenommen. Wir gratulieren herzlich! Leonie berichtet in diesem Artikel über das Auswahlverfahren und ihre Eindrücke.

Georg Schöffel

leonieIm Juni letzten Jahres erfuhr ich neben meinen Abiturergebnissen, dass die Schule mich für die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen hat. Obwohl mir der Name etwas sagte, musste ich mich zuhause erst einmal genauer darüber informieren, was die Studienstiftung ist und was sie macht.

Jedes Jahr werden ausgezeichnete Schüler, die sowohl mit ihren Leistungen als auch mit außerschulischem Engagement und besonderen Begabungen herausstechen, von ihren Schulen für die Studienstiftung vorgeschlagen.

Nachdem ein Lehrer, meist der Tutor, ein Empfehlungsschreiben verfasst hat, bekommt man Bewerbungsunterlagen zugeschickt, die Fragen zum Berufswunsch, schulischem Werdegang und außerschulischem Engagement sowie die Aufgabe, einen ausführlichen Lebenslauf zu schreiben, umfassen. Vor allem bei dem ausführlichen Lebenslauf hat man die Möglichkeiten, noch mal genauer darauf einzugehen, was man in seinem Leben bisher gemacht und erlebt hat und inwiefern einen diese Erfahrungen geprägt haben.

Mit etwas Glück bekommt man dann eine Einladung zum Auswahlseminar. Für mich stand dieses Mitte November an. Als Vorbereitung musste jeder Kandidat einen ca. zehnminütigen Vertrag vorbereiten, an dessen Präsentation sich eine Diskussion anschließen sollte. Das Thema für diesen Vortrag konnte man selber wählen, nur sollte man darauf achten, dass es sich anbietet, darüber zu diskutieren und verschiedene Meinungen zu vertreten. Ich habe mich für „Inklusion an Schulen" entschieden.

Ziemlich nervös habe ich mich mit einigen Kommilitonen, die auch für die Studienstiftung vorgeschlagen wurden, auf den Weg zu dem zweieinhalbtägigen Seminar gemacht. Neben der Präsentation des zuhause vorbereiteten Vertrags und der anschließenden Diskussion in Kleingruppen, hatte ich im Laufe des Wochenendes zwei Einzelgespräche mit Mitgliedern aus der Jury. In diesen Gesprächen sind wir schwerpunktmäßig auf meinen Lebenslauf und meine persönlichen Ziele eingegangen, mir wurden aber auch Fragen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen gestellt. In diesen Gesprächen geht es darum, dass man reflektiert, was man bereits erlebt hat, seine Meinung artikulieren und begründen kann und sich nicht scheut, auch zu kontroverseren Themen Stellung zu beziehen.

Insgesamt war das Wochenende sehr aufregend, ich habe viele interessante Menschen aus verschiedenen Bereichen kennengelernt und auch außerhalb der Diskussionen in den Kleingruppen haben wir uns über viele spannende Themen unterhalten. Erschöpft, aber mit einem guten Gefühl ob der tollen Erfahrungen der letzten Tage habe ich mich auf den Heimweg gemacht.

Ob man in die Studienstiftung aufgenommen wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Neben den Bewerbungsunterlagen, den Einzelgesprächen auf dem Seminar und der Präsentation des eigenen Vertrags kommt es auch darauf an, wie man sich in den Gruppendiskussionen verhält, ob man rücksichtsvoll im Umgang mit anderen ist und sich in unterschiedliche Positionen hineindenken kann, gleichzeitig aber auch einen klaren eigenen Standpunkt hat. Genaue Kriterien für die Aufnahme sind von Seiten der Studienstiftung nicht festgelegt, sondern vielmehr ein Leitfaden. Da die Studien Stiftung keinen festen Prozentsatz and Plätzen pro Jahr hat, ist sie in der Aufnahme von Stipendiaten flexibel und kann es von Kandidat zu Kandidat entscheiden.

Zwei Wochen nach dem Seminar holte ich dann einen langersehnten großen Umschlag aus dem Briefkasten. Dieser enthielt neben der Zusage zur Aufnahme in die Studie n Stiftung auch das Jahresprogramm für 2016. Dieses enthält ein breites Angebot an Akademien, Sprachkursen und anderen Veranstaltungen und Förderprogrammen, die vor allem in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden. Neben der monatlichen finanziellen Unterstützung, dem sogenannten ,,Büchergeld", ist die Studienstiftung besonders für diese ideelle Förderung bekannt. Da die Plätze in den Akademien und Sprachkursen sehr beliebt sind, hat es für mich in diesem Jahr leider nicht geklappt, daran teilzunehmen. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr klappt. Dann möchte ich einen dreiwöchigen Sprachkurs belegen, der in dem Land stattfindet, dessen Sprache man lernen möchte.

Abschließend möchte ich mich bei der Schulleitung und den Lehrkräften des Gymnasiums Nordhorn bedanken, die in mir das Potential gesehen haben, geeignete Kandidatin für die Studienstiftung zu sein und mir somit den Weg in die Studien Stiftung geebnet haben.

Leonie Schröder

Die Bläserklassen fünf und sechs des Gymnasiums Nordhorn brillieren im Samocca

Am vergangenen Sonntag (22.05.16) fand ein musikalischer Nachmittag der Bläserklassen fünf und sechs im Samocca statt. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gäste und Eltern entspannt den Auftritten der beiden Gruppen lauschen.

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Aufgeregt, aber auch voller Stolz, ihr Können der Öffentlichkeit präsentieren zu können, eröffnete am frühen Nachmittag die Bläserklasse fünf das Konzert. Es war die erste Musikaufführung der fünften Klasse vor einem öffentlichen Publikum, da sie erst seit sieben Monaten zusammen musiziert. Neben klassischen Stücken wie einem Choral von Johann Sebastian Bach wurden auch rockige Stücke, wie z.B. Dr. Rock gespielt. Die Gäste und Eltern honorierten die beeindruckende Darbietung mit starkem Applaus.

Am späten Nachmittag gab die Bläserklasse sechs ihr Können zum Besten. Bereits routiniert spielten sie eine große Bandbreite von Musikstilen. Neu aber war auch für sie, dass sie bei den Titeln Skyfall, Just give me a reason und Summer night von den zwei Sängerinnen Katharina Munk und Klara Iske unterstützt wurden. Ein gelungenes Debüt! Die Bläserklasse beendete ihren starken Auftritt mit dem Stück Funky Town, das nach tosendem Applaus der Anwesenden nochmals als Zugabe gespielt wurde. Für die Bläserklasse sechs war es der vorletzte gemeinsame Auftritt, denn nach zwei Jahren Arbeit geht es langsam dem Ende zu.

Das schöne Konzert wurde abgerundet mit der tollen Nachricht, dass alle Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs im nächsten Jahr in der Blasorchester AG weitermachen!

Heike Späte, Kerstin Wörsdörfer

Wie vergnüglich kann ein Mord doch sein! Das Gymnasium Nordhorn erfreute mit einer Kriminalkomödie

Was die Theater-AG des Gymnasiums Nordhorn in der Aula ablieferte, das war very british: „Mord in Queen's garden“ von Peter Haus, eine Kriminalkomödie im Stile Agatha Christie's. Man nehme ein abgeschiedenes Nobel-Hotel, Hotelpersonal, viele Gäste, polizeiliche Ermittler unterschiedlicher Intelligenz, eine muntere Reporterin und einen reichen Unsympathen, der die Eignung zum Mordopfer in den Genen trägt. Ein Stromausfall kann nicht schaden. Ein schwerer Kerzenleuchter hat schon immer zum Tötungswerkzeug getaugt.

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17 Rollen ließen Inga Brookmann und Jörg Fröhlich im Hotelfoyer - auf der kleinen Bühne der Aula – Revue passieren und achteten darauf, dass ein engagiertes Spielklima entstand, in dem auch die gerade nicht Sprechenden mimisch und gestisch mitspielten. Ein analytisches Sprechtheater dieser actionsarmen Art verlangt viel Konzentration. Auflockernde, unterbrechende Einfälle, wie z.B. ein Beiseite-Sprechen und der Einbezug des Publikums, sorgten dafür, dass neben der spannenden Suche nach dem Täter die belustigende Desillusionierung nicht zu kurz kam. Die Regie verstand es, eine parodistische Petitesse zu einem vergnüglichen Abend aufzuwerten.

Die Anlage des Stücks gibt bereits den Aufführungsstil vor. Da ist vor allem das kontrastreiche Ermittlerteam, besetzt mit der dümmlich-eitlen Inspektorin Lanlay (routiniert komisch Anne-Roos Lieven) und ihrem cleveren Untergebenen Sergeant Travers (unverdrossen intelligent Alicia Sanchez), assistiert vom Labor-Sergeanten Trace (Vanessa Windau). Die raffiniert  wuselnde Reporterin (Katharina Munk) hilft ihnen bei der Aufklärung.

Im Laufe der Vernehmungen stellt sich heraus, dass fast alle Hotelgäste den erschlagenen Industriellen Charles Cool, einen miesen Kapitalisten, kannten und ein Motiv hatten, sich an ihm zu rächen bzw. ihm übel zu wollen. Da ist die adelsstolze Lady Killroy (gekonnt preziös Insa Rigterink) und ihre vergebens behütete Tochter Frances (Julia Henkenborg), die sich dem studentischen Hungerleider Loop (Michael Bertram) hingeben will. Anny Cool (Laura Schneider), Cool's vernachlässigte Ehefrau, und Alice Miller (Mailin Asbeck) vervollständigen den klunkerbehängten Reigen der zu kurz gekommenen High Society - Damen. Eine sehr britische Rolle spielt das altersvergessliche streitsüchtige Pärchen Mrs. Littlestone (bizarr komisch Rebecca Engel), die vom perfekten Mord träumt, und ihr schwerhöriger Lover Mr. Nobleheart (Milan Kip).

Auch das Hotelpersonal gerät in die Schusslinie der Ermittler. Die Hotelinhaberin Strong (Laura Hülsmann), die Hausdame Finch an der Rezeption (Anika Schumann), der Bademeister Tipps (Jonas Elferink), der Gärtner Kirk (Maik Raaz) und der Roomservice Betty (schnippisch hintertrieben Marlene Wenderoth) - sie alle, nicht nur der Gärtner, haben Motive.
Wie der Mörder schließlich überführt werden konnte, der Spaß lässt sich in der Gymnasialaula am 2. Juni (19 Uhr) noch einmal erleben.

Bernd Durstewitz

Abitur vor 65 Jahren am Gymnasium Nordhorn

Herbert Piefke organisiert bereits seit vielen Jahren die Treffen der 51er. In diesem Jahr haben sich die ehemalige Schüler/innen des Abiturjahrgangs  1951  (Gymnasiums Nordhorn) am 19. Mai 2016 in Nordhorn im kleinen Kreis zusammen gefunden. Bei einem Abendessen im Hotel am Stadtring ließen sie sich von Herrn Fricke (Oberstufenkoordinator) über das Gymnasium Nordhorn informieren. In einem Bildvortrag wurde sowohl über die Situation der Schule in ihrer Entstehungszeit als auch über den aktuellen Stand informiert. Beeindruckt waren die Ehemaligen über die Entwicklung der Schule.

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Im Jahre 1925 wurden 16 Schüler/innen in die Schule, die damals die Bezeichnung „stattliche Oberrealschule in Aufbauform“ trug, eingeschult. 1951 legten 53 Schüler/innen das Abitur ab. Heute hat die Schule – die 1957 den Namen Gymnasium Nordhorn erhielt - über 1100 Schüler, vor einigen Jahren waren es sogar einmal über 1600 Schüler/innen. Der diesjährige Abiturjahrgang ist fast doppelt so groß wie der 1951.

Die deutlich größere Schülerzahl hatte zur Folge, dass weitgreifende bauliche Veränderungen seit 1951 stattgefunden haben. Heute präsentiert sich das Gymnasium Nordhorn als eine moderne, gut ausgestatte Schule: freundliche Unterrichtsräume, renovierte Fachräume in Chemie, Biologie, Kunst und Musik, eine vor einigen Jahren neu fertig gestellte Turnhalle und Mensa sowie einen neugestalteten Schulhof mit Klettergerüst und Soccer-Feld sorgen für eine gute Unterrichtsatmosphäre.

Wolfgang Fricke