Am 08.06.2016 fuhren etwa 70 Schülerinnen und Schüler zusammen ihren Lateinlehrern in den Archäologiepark Xanten, wo eine antike römische Stadt auf ihren Grundmauern zumindest teilweise wiedererstanden ist. Die Schüler konnten somit die Antike buchstäblich begreifen.
Sie sahen Handwerkerwohnungen, Werkstätten, Thermen und andere Badanlagen sowie ein Amphitheater. Begleitet wurden ihre ersten Eindrücke von einer informationsreichen Führung durch die alten Straßen. Vertiefen konnten sie ihre Erkenntnisse durch eine Rallye, auf der sie viele Details selbst erkunden und eigene Akzente setzen konnten.

  • bild01bild01

Höhepunkt des Ausflugs waren zweifelsohne die Workshops, in denen sie das römische Alltagsleben, antike Handwerkskunst, römische Kleidung, römische Technik und Anderes ergründeten.

Die Fahrt war getragen von bestem Wetter, einer konzentrierten guten Laune bei allen Beteiligten und tiefen Erkenntnissen. Es war voller Erfolg, der die Motivation für die Zukunft sicherlich stärken wird.

Lennart Timm, Kerstin Wörsdörfer

Am Montag, dem 13.06.2016, fand in der Aula des Gymnasiums Nordhorn die feierliche Übergabe der Latinumsurkunden an rund 60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 statt. Fünf Jahre hatten sich die Lernenden mit den Römern, ihrer Sprache, ihrer Literatur - kurz gesagt - dem kulturellen Fundament Europas und unserer Identität beschäftigt.

  • bild1bild1


Die Schülerinnen und Schüler wurden mit einem lateinischen Lied von ihren Lehrern Frau Wörsdörfer und Herrn Timm begrüßt. Nach einer Rede des Altphilologen Wilfried Stroh über die Lebendigkeit der toten lateinischen Sprache präsentierten einzelne Schüler eine Performance.

Mit einer auf Latein gehaltenen Rede wurde die Leistung jedes Einzelnen mit einer Urkunde gewürdigt. Insgesamt bekamen neun herausragende Schülerinnen und Schüler, die mit einer sehr guten Leistung abgeschlossen haben, als Anerkennung eine Rose geschenkt.
All den Schülerinnen und Schülern, die erfolgreich ihr Latinum bestanden haben, einen herzlichen Glückwunsch. Und den Schülerinnen und Schülern, die das Fach Latein in der Oberstufe weiter belegen, wünschen die Lateinlehrer: Viel Erfolg und Spaß bei der zukünftigen Lektüre.

Lennart Timm, Kerstin Wörsdörfer

Ein Feuerwerk der Sinne mit „Musik der Welt“ -  Sommerkonzert des Gymnasiums Nordhorn

Wochenlange Vorbereitungen und ein Probenwochenende fanden am Donnerstag, den 09.06.2016, ihren krönenden Abschluss mit einem fulminanten Konzert. Über 275 Musiker und Sänger unterhielten das begeisterte Publikum in der ausverkauften Alten Weberei mit „Musik der Welt“.

Eröffnet wurde das Konzert von der Bläserklasse 5, die erst zum dritten Mal öffentlich auftrat. Trotz ihrer Nervosität spielten sie mit gewinnender Hingabe den „Royal Crown March“, „A little bit of Latin“ und Surfin USA“.

Nachdem das aus zehn Jungen bestehende Ensemble „Frischer Wind“ das Publikum mit dem schwedischen Lied „Vem kan segla“ in seinen Bann gezogen hatte, trat die Bläserklasse 6 mit „Latin fire“, „Funkytown“ und „Bad“ von Michael Jackson vor die Zuhörer. Für sie war es das letzte gemeinsame Konzert in dieser Zusammensetzung. Vielleicht zeigten sie gerade deshalb an diesem Abend noch einmal besonders, was sie in den letzten zwei Jahren gelernt haben. Tosender Applaus belohnte sie für ihre Vorstellung. „Es war eine gebührende Verabschiedung“, so die Moderatoren Maxine Fischer, Pauline Meyer und Nils Hüsemann, die das Publikum souverän durch den Abend geleiteten.

  • bild01bild01

Bevor der Unterstufen- und der Rockpopchor mit dem weltbekannten Song „Guantanamera“ aus dem Jahr 1928 ihr Können zum Besten gaben, spielte das Orchester bei seinem ersten Auftritt an diesem Abend „Grüße aus Amerika“ von Allan Rosenheck. Zumeist fröhlich und unbekümmert klang diese Musik im New Orleans-Stil, lediglich „Moonlight Romance“ war ein ruhigeres Stück, das durch ausgedehnte Klaviersoli der Pianistin Sarah Wiggers einfühlsam bereichert wurde.
Vor der Pause präsentierten die Schüler des Seminarfachs den eingängigen Song „Summertime“ in einer von der Solistin Marie Heiduczek gekonnt arrangierten Version. Diese imponierte mit ihrer kraftvollen Stimme.

Die Ballade „Music“ von John Miles wurde mit ihrem Erscheinen 1976 zu einem Evergreen. Mit Luca Ismaiel hatte sie ebenfalls ein Abiturient arrangiert, dirigiert wurde sie von Giacomo Focke und gesungen von der Abiband.

Nach der Pause erklangen zunächst ruhigere Töne: Die Blasorchester-AG brachte das getragene „Finale aus der Symphonie Nr. 1“ von Johannes Brahms, und auch „Gabriellas sång“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ (Lehrerchor und Vokalensemble) mit seiner melancholischen Grundstimmung ließ das Publikum für einen Moment innehalten, bevor das Orchester die schwungvollen lateinamerikanischen Tänze „El Mirlo“ und „El Gorrión“ präsentierte.

Geographisch gesehen wechselten der Unterstufen- und der Rockpopchor zusammen mit den Männern aus dem Vokalensemble von Süd- nach Nordamerika. Die Hymne „Siyahamba“ stammt eigentlich aus Südafrika, ist aber in nordamerikanischen Kirchen populär gewordenen. „Sie besteht“, so die Moderatoren, „eigentlich nur aus einem Satz, der aber immer wieder verändert wird“. Dabei konnten sich die drei stimmgewaltigen Bässe gut gegen den Chor behaupten.

Ebenfalls geistlich ist das Spiritual „Deep River“, das zu den bekanntesten Songs afroamerikanischer Kirchenmusik gehört. Mit ihm zog das aus fünfzehn Schülerinnen und zwei Schülern bestehende Vokalensemble die Zuhörer in ihren Bann.
Brausenden Applaus bekamen auch die Schüler des Seminarfaches, die das Lied „Je veux“ von Zaz zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Späthe zum Besten gaben.

Der Unterstufen- und der Rockpopchor sangen zusammen mit der Blasorchester-AG das deutschsprachige Lied „Das ist der Moment“ von den Toten Hosen. Es schildert eine Fülle an Situationen, die man erlebt und die als besondere Erinnerung hängen bleiben.

Mit einem Medley aus den Songs: “Set Fire to the Rain”, “Someone like you” und “Rolling in the Deep” von Adele - Oscar-, Golden Globe- und zehnfache Grammy-Preisträgerin und damit eine der erfolgreichsten Sängerinnen des 21. Jahrhunderts -  wurde das baldige Ende des gelungenen Konzertabends eingeläutet.

Den emotionalen Höhepunkt und auch gleichzeitig Abschluss dieses außergewöhnlichen Konzertes bildete der Auftritt aller Musiker und Sänger mit dem als „Transportmittel“ für gesellschaftspolitische und karitative Anliegen dienenden Song „We are the World“ aus dem Jahr 1985 von Michael Jackson und Lionel Richie zugunsten der Welthungerhilfe. „Wir haben die Verantwortung für die ganze Welt und unsere Mitmenschen.“

Tosender Applaus und Standing Ovations belohnten alle Beteiligten für ihren Einsatz. Dieser war so überwältigend, dass die Gruppen als Zugabe nochmals „We are the world“ darboten.

Besonderer Dank galt den Schülerinnen und Schülern, die nach Jahren in den Musikgruppen mit ihrem Abitur ausscheiden. Auch der Schulleiter, Herr Langlet, zeigte sich zusammen mit dem stellvertretenden Schulleiter, Herrn Krämer, absolut begeistert von diesem Konzert und dankte nochmals allen Akteuren, im Speziellen den Musiklehrern Kirsten Krings, Dorothea Leutenantsmeyer, Franziska Naujok, Jens Peitzmeier, Peter Scholz und Heike Späthe für ihre großartige Arbeit: „Es war ein Feuerwerk der Sinne mit einer unglaublichen Bandbreite. Toll, dass ich Schulleiter von so einer Schule bin.“ Herzlichen Dank für dieses unvergessliche Sommerkonzert!

Kerstin Wörsdörfer

Eindrücke von den Aufführungen am 07.06.2016

Kurs Rigterink: Die Balladen "Der Zauberlehrling", "Kaspar Hauser" und "Der Erlkönig"

  • bild1bild1

Kurs Hörmeyer: "Der Taucher"

  • bild1bild1

Kurs Fröhlich: "John Maynard", 2 Inszenierungen zu "Die Ballade vom Nachahmungstrieb"

  • bild1bild1

Kurs Brookmann: "Ballade vom verlorenen Sohn" und "Der Clown"

  • bild1bild1

Wer reitet so spät ... durch Aula und Schul'? Zehnklässler erobern mit Balladen die Bühne

"Darstellendes Spiel" wird immer beliebter und so stellen Anfang Juni gleich vier Kurse der Klassen 10 ihre Projektergebnisse vor.

Im ersten Halbjahr lernten die Jugendlichen in den Kursen von I. Brookmann, J. Fröhlich, W. Hörmeyer und K. Rigterink das neue Fach kennen. Sie erprobten sich, ihre Stimme, ihre Mimik und Gestik mit unterschiedlichen Spielen und Übungen, setzten kleine Texte in Miniszenen um und erfuhren, dass dieses dritte der musischen Fächer schweißtreibender als Kunst und Musik ist. Noch mehr ins Schwitzen gerieten sie Anfang Juni, als sie ausgewählte Projekte der Schulöffentlichkeit vorstellten. "Muss das sein?", war die häufigst gestellte Frage im Vorfeld. Aber sicher!

Aus dreißig Balladen haben die Jugendlichen die für sie passende ausgesucht. Viele Schülergruppen griffen zu den Klassikern, "Erlkönig", "Zauberlehrling", "Taucher" – die alten Balladenmeister, Goethe und Schiller, faszinieren noch 2016.

Viele Projekte modernisieren die Handlung radikal. Aus dem "Taucher" (Schiller) wird ein Mafioso, der einen Mord begehen muss, um die Hand der Königstochter, 2016 die Tochter des Paten, zu bekommen. "Kaspar Hauser" (Reinard Mey) ist heute ein junges syrisches Mädchen, das von einer stolz-dummen Faschistin erstochen wird. Und was ist aus dem tapferen "John Maynard" (Fontane) geworden? Ein Busfahrer, der durch den Berliner Kiez fährt und seine Passagiere aus dem brennenden Bus rettet.

Andere Balladen werden werksgetreuer inszeniert. So sind die Schauerfiguren um den "Erlkönig" (Goethe) keine Einbildungen eines todkranken Kindes, sondern angsteinflößend real und geistern durch das Publikum der Aula. Auch der Zaubermeister –  2016 eine Hexe – taucht mitten im Publikum auf, bevor sie ihre unfähigen "Zauberlehrlinge" (Goethe) zur Schnecke macht.

Der Klamauk kommt ebenfalls nicht zu kurz. Einen Riesenspaß haben Darsteller und Publikum mit dem zweifach inszenierten "Nachahmungstrieb" (Kästner). Eigentlich eine traurige Geschichte, stirbt doch der kleine Fritz im brutalen Spiel. Aber nicht mehr traurig, wenn Fritzchens Mutter eine mit Handtasche oder Staubwedel herumwirbelnde Tunte ist, die zwischen flötendem Sopran und brummigem Bass hin- und herspringt und ein scheußliches rosa Kleid mit langem Schlitz trägt. Auch nicht traurig, sondern spaßig, wenn Herr Meier, der angeschmachtete Sportlehrer, aus Versehen durch K.O.-Tropfen zu Boden geht.

Einen sicheren Blick auf die Konflikte unserer Zeit beweisen die Jugendlichen mit ihren Inszenierungen vom "Clown" (Görges) und vom "Verlorenen Sohn" (Degenhardt). Die "Clowns" zeigen, dass ihnen die gnadenlose Überforderung der Frau, die sich zwischen ihren Pflichten als Ehefrau, Mutter und Arbeitnehmerin zerreibt, nicht fremd ist. Näher an ihrer Generation sind die Mädchen, die mit dem Degenhardt-Text einen Jungen in den Mittelpunkt stellen, der den Anforderungen seines Karrieristenvaters nicht genügen kann.

So unterhielten die Zehntklässler sich und das Publikum mit Spaß, Ernst, Grusel und Nachdenklichkeit. "Viel besser, als nur vor dem Kurs zu spielen" -  das passende Fazit am Ende des Abends.

Kirsten Rigterink

Wir haben jetzt drei ***  (08.06.2016)

Seit einigen Jahren zeichnen das Niedersächsische Kultusministerium und der Landessportbund diejenigen Schulen aus, die mit hohem Engagement den Bereich Sport und Fitness fördern. So wurde bereits im November 2009 dem Gymnasium Nordhorn am Stadtring diese Auszeichnung als erste weiterführende Schule im Landkreis Grafschaft Bentheim verliehen. Diese erstmalige Zertifizierung verband damals die Freude darüber mit der Hoffnung, möglichst bald bessere Rahmenbedingungen für den Sportunterricht zu bekommen.

  • bild1bild1

Die Bilder zeigen den Sportlehrer Sebastian Röttger und Schüler der Klasse 5B.
Bei der Verleihung waren anwesend (von li. nach re.) Nils Kambach (Förderverein), Michael Pöppelmann (Abteilungsleiter Sport), Wolfgang Krämer (stellv. Schulleiter), Rainer Voigt (Fachberater der Landesschulbehörde), Andreas Langlet (Schulleiter) und Michael Paetzel (Landkreis Grafschaft Bentheim).

Dieser Wunsch wurde Anfang 2013 Wirklichkeit - unsere neue Halle ist mittlerweile aus dem sportlichen Leben des Gymnasiums nicht mehr wegzudenken! Im Rahmen der offiziellen Einweihung der neuen Zweifeldsporthalle am Gymnasium Nordhorn sorgte Rainer Voigt, Fachberater Sport, dafür, dass die feierliche und sportliche Veranstaltung in die Verlängerung ging. Im Gepäck hatte der Vertreter der Landesschulbehörde die Urkunde und das Schild, welche die zweite Zertifizierung als „Sportfreundliche Schule“ nachweisen. Somit durfte sich das Gymnasium Nordhorn für die nächsten drei Jahre weiter mit diesem Titel schmücken. Als Voraussetzung für die erneute Verleihung mussten die bereits 2009 erfüllten vielfältigen Kriterien bestätigt werden. Zusätzlich erfolgten u. a. die Nachweise über die Umsetzung des Kerncurriculums Sport als auch über die Erweiterung der Kooperationen - seit 2012 ist das Gymnasium Nordhorn z.B. als Partnerschule der DFB-Talentförderung zertifiziert. Das Gymnasium Nordhorn unterstützt somit unverändert engagiert die zahlreichen sportlichen Wettbewerbe und Aktivitäten. Diese zweite Auszeichnung als „Sportfreundliche Schule“ verstand das Gymnasium Nordhorn erneut als Ansporn, Vielfalt und Niveau im Bereich des Schulsports auch weiterhin zu steigern.

Dass dieses Vorhaben überaus erfolgreich umgesetzt werden konnte, wurde heute mit der erneuten Zertifizierung und der Verleihung des dritten Sterns bestätigt. Im Beisein des Vertreters unseres Schulträgers, Herrn Paetzel und des Vorsitzenden unseres Fördervereins, Herrn Kambach, überreichte Rainer Voigt zum dritten Mal die Urkunde und das Schild. Die Kulisse für die kleine Zeremonie bildeten unser neues Klettergerüst, der Soccer-Court und das Outdoor-Basketballfeld - welche in allen Pausen und Freistunden von unseren Schülerinnen und Schülern mit sehr großer Begeisterung genutzt werden. Zudem erweitern mittlerweile Fußballkickertische und neue Tischtennisplatten das vielfältige Bewegungsangebot auf dem Schulgelände.

All dies wäre sicherlich ohne das große finanzielle Engagement seitens des Schulträgers und des Fördervereins nicht realisierbar gewesen – dafür an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön! Aber auch unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer gaben am Sponsorentag „Wir für unseren Schulhof“ alles, um das ehrgeizige Projekt erfolgreich zu unterstützen.

Auch die heutige Verleihung des dritten Sterns sehen wir erneut als Ansporn und Motivation, unseren Schülerinnen und Schülern im Sinne einer „bewegten Schule“ auch außerhalb des Unterrichts vielfältige und qualifizierte Bewegungsangebote machen zu können.

Abschließend gilt unser Dank dem Sportfachberater Rainer Voigt für seine jederzeit tatkräftige Unterstützung und sein offenes Ohr für die Anliegen des Fachbereichs Sport am Gymnasium Nordhorn.

Michael Pöppelmann