Die Bläserklassen fünf und sechs des Gymnasiums Nordhorn brillieren im Samocca

Am vergangenen Sonntag (22.05.16) fand ein musikalischer Nachmittag der Bläserklassen fünf und sechs im Samocca statt. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gäste und Eltern entspannt den Auftritten der beiden Gruppen lauschen.

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Aufgeregt, aber auch voller Stolz, ihr Können der Öffentlichkeit präsentieren zu können, eröffnete am frühen Nachmittag die Bläserklasse fünf das Konzert. Es war die erste Musikaufführung der fünften Klasse vor einem öffentlichen Publikum, da sie erst seit sieben Monaten zusammen musiziert. Neben klassischen Stücken wie einem Choral von Johann Sebastian Bach wurden auch rockige Stücke, wie z.B. Dr. Rock gespielt. Die Gäste und Eltern honorierten die beeindruckende Darbietung mit starkem Applaus.

Am späten Nachmittag gab die Bläserklasse sechs ihr Können zum Besten. Bereits routiniert spielten sie eine große Bandbreite von Musikstilen. Neu aber war auch für sie, dass sie bei den Titeln Skyfall, Just give me a reason und Summer night von den zwei Sängerinnen Katharina Munk und Klara Iske unterstützt wurden. Ein gelungenes Debüt! Die Bläserklasse beendete ihren starken Auftritt mit dem Stück Funky Town, das nach tosendem Applaus der Anwesenden nochmals als Zugabe gespielt wurde. Für die Bläserklasse sechs war es der vorletzte gemeinsame Auftritt, denn nach zwei Jahren Arbeit geht es langsam dem Ende zu.

Das schöne Konzert wurde abgerundet mit der tollen Nachricht, dass alle Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs im nächsten Jahr in der Blasorchester AG weitermachen!

Heike Späte, Kerstin Wörsdörfer

Wie vergnüglich kann ein Mord doch sein! Das Gymnasium Nordhorn erfreute mit einer Kriminalkomödie

Was die Theater-AG des Gymnasiums Nordhorn in der Aula ablieferte, das war very british: „Mord in Queen's garden“ von Peter Haus, eine Kriminalkomödie im Stile Agatha Christie's. Man nehme ein abgeschiedenes Nobel-Hotel, Hotelpersonal, viele Gäste, polizeiliche Ermittler unterschiedlicher Intelligenz, eine muntere Reporterin und einen reichen Unsympathen, der die Eignung zum Mordopfer in den Genen trägt. Ein Stromausfall kann nicht schaden. Ein schwerer Kerzenleuchter hat schon immer zum Tötungswerkzeug getaugt.

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17 Rollen ließen Inga Brookmann und Jörg Fröhlich im Hotelfoyer - auf der kleinen Bühne der Aula – Revue passieren und achteten darauf, dass ein engagiertes Spielklima entstand, in dem auch die gerade nicht Sprechenden mimisch und gestisch mitspielten. Ein analytisches Sprechtheater dieser actionsarmen Art verlangt viel Konzentration. Auflockernde, unterbrechende Einfälle, wie z.B. ein Beiseite-Sprechen und der Einbezug des Publikums, sorgten dafür, dass neben der spannenden Suche nach dem Täter die belustigende Desillusionierung nicht zu kurz kam. Die Regie verstand es, eine parodistische Petitesse zu einem vergnüglichen Abend aufzuwerten.

Die Anlage des Stücks gibt bereits den Aufführungsstil vor. Da ist vor allem das kontrastreiche Ermittlerteam, besetzt mit der dümmlich-eitlen Inspektorin Lanlay (routiniert komisch Anne-Roos Lieven) und ihrem cleveren Untergebenen Sergeant Travers (unverdrossen intelligent Alicia Sanchez), assistiert vom Labor-Sergeanten Trace (Vanessa Windau). Die raffiniert  wuselnde Reporterin (Katharina Munk) hilft ihnen bei der Aufklärung.

Im Laufe der Vernehmungen stellt sich heraus, dass fast alle Hotelgäste den erschlagenen Industriellen Charles Cool, einen miesen Kapitalisten, kannten und ein Motiv hatten, sich an ihm zu rächen bzw. ihm übel zu wollen. Da ist die adelsstolze Lady Killroy (gekonnt preziös Insa Rigterink) und ihre vergebens behütete Tochter Frances (Julia Henkenborg), die sich dem studentischen Hungerleider Loop (Michael Bertram) hingeben will. Anny Cool (Laura Schneider), Cool's vernachlässigte Ehefrau, und Alice Miller (Mailin Asbeck) vervollständigen den klunkerbehängten Reigen der zu kurz gekommenen High Society - Damen. Eine sehr britische Rolle spielt das altersvergessliche streitsüchtige Pärchen Mrs. Littlestone (bizarr komisch Rebecca Engel), die vom perfekten Mord träumt, und ihr schwerhöriger Lover Mr. Nobleheart (Milan Kip).

Auch das Hotelpersonal gerät in die Schusslinie der Ermittler. Die Hotelinhaberin Strong (Laura Hülsmann), die Hausdame Finch an der Rezeption (Anika Schumann), der Bademeister Tipps (Jonas Elferink), der Gärtner Kirk (Maik Raaz) und der Roomservice Betty (schnippisch hintertrieben Marlene Wenderoth) - sie alle, nicht nur der Gärtner, haben Motive.
Wie der Mörder schließlich überführt werden konnte, der Spaß lässt sich in der Gymnasialaula am 2. Juni (19 Uhr) noch einmal erleben.

Bernd Durstewitz

Abitur vor 65 Jahren am Gymnasium Nordhorn

Herbert Piefke organisiert bereits seit vielen Jahren die Treffen der 51er. In diesem Jahr haben sich die ehemalige Schüler/innen des Abiturjahrgangs  1951  (Gymnasiums Nordhorn) am 19. Mai 2016 in Nordhorn im kleinen Kreis zusammen gefunden. Bei einem Abendessen im Hotel am Stadtring ließen sie sich von Herrn Fricke (Oberstufenkoordinator) über das Gymnasium Nordhorn informieren. In einem Bildvortrag wurde sowohl über die Situation der Schule in ihrer Entstehungszeit als auch über den aktuellen Stand informiert. Beeindruckt waren die Ehemaligen über die Entwicklung der Schule.

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Im Jahre 1925 wurden 16 Schüler/innen in die Schule, die damals die Bezeichnung „stattliche Oberrealschule in Aufbauform“ trug, eingeschult. 1951 legten 53 Schüler/innen das Abitur ab. Heute hat die Schule – die 1957 den Namen Gymnasium Nordhorn erhielt - über 1100 Schüler, vor einigen Jahren waren es sogar einmal über 1600 Schüler/innen. Der diesjährige Abiturjahrgang ist fast doppelt so groß wie der 1951.

Die deutlich größere Schülerzahl hatte zur Folge, dass weitgreifende bauliche Veränderungen seit 1951 stattgefunden haben. Heute präsentiert sich das Gymnasium Nordhorn als eine moderne, gut ausgestatte Schule: freundliche Unterrichtsräume, renovierte Fachräume in Chemie, Biologie, Kunst und Musik, eine vor einigen Jahren neu fertig gestellte Turnhalle und Mensa sowie einen neugestalteten Schulhof mit Klettergerüst und Soccer-Feld sorgen für eine gute Unterrichtsatmosphäre.

Wolfgang Fricke

Der zehnte Jahrgang des Gymnasium Nordhorn durfte sich am 2. Mai 2016 über den Besuch von Reinhold Hilbers in der Aula freuen. Das Mitglied des niedersächsischen Landtages und des CDU-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim, der seit einigen Jahren aus Anlass des Europa-Tages das Gymnasium Nordhorn besucht, beantwortete dabei die unterschiedlichsten Fragen rund um das Thema ‚Politik in Europa‘. Dabei versuchte Herr Hilbers den SchülerInnen möglichst genau seinen Standpunkt zu kontroversen Themen der Politik darzulegen und sie dazu anzuregen, sich selbst eine Meinung zu den aktuellen Problemen zu bilden.

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Passend zu dem in Klasse 10 zu behandelnden Thema im Politikunterricht ging Herr Hilbers besonders auf die Probleme der Europäischen Union ein. Vor dem Hintergrund der europäischen Wertegemeinschaft musste er sich auch mit dem zur Debatte stehenden Thema des Beitrittes der Türkei in die EU auseinandersetzen. Hierbei erklärte er, dass die Türkei in puncto Flüchtlingskrise eine wichtige Rolle spiele und man dies nicht missachten dürfe. Eine stufenweise angelegte Partnerschaft mit der Türkei ist für ihn eine mögliche Lösung – von einer direkten Aufnahme in die EU rät er vorerst ab; die Kultur der Türkei verfehle wesentliche Werte der EU. Hierbei seien vor allem die Nichtdiskriminierung und Freiheit sowie Gleichheit der Frau ein kontroverses Thema.

Auf die Frage, ob die AfD für ihn eine Gefahr für die EU darstellt, sagte er grundsätzlich, dass die Demokratie in der Europäischen Union soweit gefestigt sei, dass eine Schädigung des demokratischen Systems aus seiner Sicht ausgeschlossen sei. „Gefährlich“ sei die rechtspopulistische Partei eher für die Parteienlandschaft, die sich jetzt neu orientiere müsse sowie für die Bildung stabiler Mehrheitsverhältnisse in den Parlamenten.

Aber auch zur Thematik der Flüchtlingskrise äußerte sich Herr Hilbers detailliert. Er erklärte den SchülerInnen, dass auch seiner Sicht ganz Europa in der Pflicht sei – nicht nur die Mitgliedsstaaten, die am meisten von den Flüchtlingsschüben betroffen sind wie etwa Griechenland. Und man solle Menschen in Not definitiv Hilfe leisten und sie fördern, denn keiner verlasse gerne gezwungenermaßen seinen Heimatort. Aber auch zur den jüngsten Unruhen in Sachsen äußerte er sich. Etwa 200 Polizisten waren am Sonntagabend im Einsatz, um die aggressive Stimmung der rund 400 Demonstranten zu bremsen, die bei der Ankunft eines Flüchtlingszuges rumorten. Herr Hilbers hält Misstrauen und Angst gegenüber Ausländern zwar für nachvollziehbar, keinesfalls aber die Gewalt, die aktuell gegen sie aufgebracht wird. Auch mit Blick auf den wahrscheinlichen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hielt er fest, dass die Welt in vermutlich unruhiger werdenden Zeiten „Diplomaten statt Draufhauer“ benötige.

Sina Schievink, 10 c

 ...  - Ein Krimi zum Mitraten – inszeniert von der Theater-AG des Gymnasiums Nordhorn -

In dem englischen Hotel „Queen´s Garden“ begrüßt die Besitzerin Ms. Strong viele eigenwillige Gäste, wie die vornehme Lady Killroy mit ihrer Tochter Frances, ein älteres zankendes Ehepaar, einen Studenten, die zickige Ms. Miller und andere. Zu ihnen zählt auch Mr. Cool, ein Großindustrieller, der mitsamt Gattin in einer Großlimousine angereist ist und den offenbar viele der anderen Gäste kennen.

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Als es im Hotel für einige Sekunden zu einem Stromausfall kommt, ist plötzlich ein Gast tot. Das Ermittlerteam um Inspektorin Lanlay bemüht sich um Aufklärung dieses Mordes, bei dem sowohl die Gäste als auch das Hotelpersonal als Täter in Frage kommen.
Ist dieses Mal tatsächlich der Gärtner der Mörder? Die Zuschauer können mitraten – am 31.5. und 2.6. 2016 jeweils ab 19.00 Uhr in der Aula des Gymnasiums Nordhorn. Der Eintritt ist frei.

Inga Brookmann