bild1Vortrag zur Lage der Wirtschaft mit anschließender Aussprache bzw. Diskussion

Hubert Winter, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn, referiert zu dem Thema

"Niedrigzinspolitik, Niedrigzinsphase - Auswirkungen auf unser tägliches Leben"

Eingeladen:    Alle Schüler der Jgst. 10,  11 und 12
Wo?                  Aula des Gymnasiums Nordhorn, Stadtring 29
Wann?             Donnerstag, den 03.03.16, 18 Uhr

Peter Beckmannshagen

„Nach dem Dunkel kommt wieder das Licht“ - Grenzgänger spielen in der Aula des Gymnasiums vor Schülern des Jahrgangs 11 Lieder aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Vorstellbar ist es kaum. Dennoch sind inmitten der nationalsozialistischen Konzentrationslager – Orte des täglichen Mordens und Leidens, der allgegenwärtigen Schikanen und Quälereien, der enthemmten und für die Täter folgenlosen Gewaltorgien – Zeichnungen, Gedichte und Lieder entstanden. Sie zeugen von den Emotionen und Gedanken der Gefangenen, von ihren Ängsten, ihrer Wut und Verzweiflung, aber auch von der Sehnsucht nach Freiheit und einem starken Überlebenswillen.

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Auf Einladung der Jugendarbeit der Stadt Nordhorn kam die Bremer Gruppe Grenzgänger am 03. Februar nach Nordhorn. Das Angebot eines kostenlosen Konzertes im Gymnasium wurde von der Schulleitung und der Fachgruppe Geschichte gerne aufgenommen, und so konnte den Schülern des Jahrgangs 11 eine besondere „Geschichtsstunde“ geboten werden, in die Frau Beckmannshagen, Herr Naber und Herr Krol kurz einführten, bevor das etwa einstündige Programm begann. Es bestand aus Liedern, die zumeist in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten entstanden sind, und die auch die jüngst erschienene CD „Und weil der Mensch ein Mensch ist“ füllen. Diese Musik dürfte für die meisten Oberstufenschüler (mindestens) ungewohnt gewesen sein, dennoch fiel auf, wie bewegt und zum Teil auch erschüttert einige im Anschluss an das Konzert waren. Die als Gruppe wie auch individuell am jeweiligen Instrument überzeugenden Grenzgänger um den Bremer Liedermacher Michael Zachcial beeindruckten mit ausgefeilten, den jeweiligen Text interpretierenden Arrangements. Hier zeigten sich auch die drei anderen Bandmitglieder Felix Kroll (Akkordeon), Annette Rettich (Cello) und Frederic Drobnjak (Gitarre) als Meister ihrer Instrumente.

Viele Stücke drehten sich um Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte der Menschen in Schutzhaft, so der zynische Ausdruck der Nazis für das Verschleppen, Einsperren und (oft) durch erzwungene Arbeit und gezielte Unterernährung herbeigeführte Sterben der Opfer. Zerrissen zwischen Verzweiflung und letzten Hoffnungshalmen werden die meisten der Stücke von dem Gedanken getragen, Heimat und Familie in Freiheit wiederzusehen: „Nach dem Dunkel kommt wieder das Licht!“ (Im Walde von Sachsenhausen). Die Perspektive der Hinterbliebenen wird im Stück Mein Vater wird gesucht eingenommen. Dass Angehörige einfach verschwinden können und die offiziellen Erklärungen nicht überzeugen, hat manche Schüler sehr bewegt: Was passiert, wenn der Staat selber verbrecherisch wird und zugleich die Macht hat, das eigene Tun nach Belieben umzudeuten oder zu vertuschen? Die passend zugeschnittenen Einführungen zu den Stücken erleichterten das Verständnis.

In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere die Aktualität des Konzertprogramms herausgestellt: Die auch in Nordhorn wahrnehmbare Flüchtlingssituation und das Erstarken der politischen Rechten, insbesondere aus der vermeintlichen politischen Mitte der Gesellschaft heraus, zeigten, dass es eine Verpflichtung gebe, an die Folgen von Hass, Ausgrenzung und vermeintlich einfach Schuldzuweisungen zu erinnern.

Der Gang der Gruppe aus Bremen an die Grenze nach Nordhorn hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Die Lieder aus einer Zeit der faschistischen Zivilisationsverachtung mahnen uns, allen Menschen mit Menschlichkeit zu begegnen. Gerade auch heute.

Martin Krol

In der Nacht vom 05. auf den 06. Februar fanden sich insgesamt 72 Schülerinnen und Schüler aus 18 Klassen der Jahrgänge 5 bis 8 im Cafeteria-Gebäude des Gymnasiums Nordhorn ein, um eine Nacht lang knifflige Aufgaben zu bearbeiten.

In seiner Begrüßung hob der neue Schulleiter des Gymnasiums, Herr Andreas Langlet, der am Montag offiziell in sein Amt eingeführt wurde, hervor, dass es eine besondere Ehre sei, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen und betonte, dass es deutlich mehr Interessierte gegeben habe, die an der Mathenacht hätten teilnehmen wollen, als die hier Anwesenden.

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Hinweis: Viele weitere Bilder (71 insgesamt) sind auf der Homepage des Fördervereins zu sehen.

Teilnehmen durften jedoch immer nur vier Schülerinnen und Schüler pro Klasse. Betreut wurden diese durch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die auch mal helfend zur Seite standen, wenn ein Problem nicht verstanden wurde oder gar nicht gelöst werden konnte. Zudem leisteten die Oberstufenschüler die Essens- und Getränkeausgabe und organisierten die Anmeldung.

In den vorhergehenden Jahren nahm das Gymnasium Nordhorn jeweils an der „Langen Nacht der Mathematik“ teil, die von zwei Gymnasien in Neumünster organisiert wird. Dabei waren die Aufgaben so kreiert, dass es den Schülerinnen und Schülern nicht immer leicht fiel, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Zudem brach der Server der Organisatoren immer wieder unter der Last der vielen Online-Eingaben zusammen.
Die Fachschaft Mathematik des Gymnasiums Nordhorn hatte nun zu entscheiden, ob und in welcher Form eine Teilnahme an einem solchen Wettbewerb geleistet werden kann. Kurzerhand entschied man sich dafür, eine eigene Mathenacht zu organisieren, wobei der Ablauf ähnlich gestaltet wurde wie die langen Mathenächte zuvor. Auch konnte die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Döner, Pizzen und Getränken durch das finanzielle Engagement des Fördervereins des Gymnasiums Nordhorn wie gewohnt gewährleistet werden.

Bei der Nordhorner Mathenacht treten die Teams der jeweiligen Klassen gegeneinander an und haben dann jeweils fünf Aufgaben in drei Runden zu bearbeiten. In diesem Jahr erreichten fast alle Teams die dritte Runde und zwei aus den unteren Jahrgängen, sowie vier aus den Jahrgängen 7/8 konnten auch die Aufgaben der letzten Runde richtig lösen. Entscheidend für die Platzierung war dann die Darstellung der Lösungen und der Lösungswege.

Während sich bei den Jahrgängen 5/6 die Klasse 6a knapp vor der Klasse 5c und der Klasse   durchsetzen 6e konnte, entschied die Klasse 7e den Wettbewerb deutlich und auch frühzeitig für sich. Hier belegten die Klassen 8a und 8d und die Plätze 2 und 3.

Zum Abschluss fand in Anwesenheit der Eltern die Siegerehrung statt, bei der kleine Präsente überreicht wurden. Als Sieger konnten sich aber alle fühlen, die diese Nacht mit Mathematik verbracht haben, alle Schülerinnen und Schüler haben im Team und in angenehmer Atmosphäre viel erreicht und einen tollen Abend verbracht.

Stephan Heetlage

Großer Bahnhof bei der Verabschiedung von Oberstudiendirektorin Monika Woltmann in den Ruhestand am 25. Januar 2016

Schüler, Eltern, Lehrer, Politiker und zahlreiche weitere Gäste waren gekommen und hatten die Aula des Gymnasiums Nordhorn bis auf den letzten Platz gefüllt, um die langjährige Schulleiterin Monika Woltmann feierlich zu verabschieden. Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Wolfgang Krämer würdigten Landrat Kethorn, der zuständige Dezernent der Niedersächsischen Schulbehörde, Bert Märkl, der Vertreter der Niedersächsischen Direktorenvereinigung, Manfred Rojahn, Elternratsvorsitzender Uwe Heiduczek und Bürgermeister Berling die Verdienste und Leistungen der Oberstudiendirektorin. Alle dankten ihr für den unermüdlichen Einsatz und ihre erbrachten Leistungen für die Schule, an der sie 20 Jahre tätig war und die sie 13 Jahre leitete.

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In einem vom Schulleitungsmitglied Lars Schoppmann produzierten und von der Schülersprecherin Pauline Meyer und dem Personalratsvorsitzenden Hermann Hamel angekündigten Film machten die Mitglieder der Schulgemeinschaft noch einmal die zahlreichen Facetten ihrer Schulleiterin deutlich.

Die Leistungen für die Schule versuchte Frau Woltmanns Stellvertreter aus der Perspektive eines außenstehenden Hundebesitzers zu vermitteln, der die Entwicklung des Gymnasiums Nordhorn unter der Ägide von Monika Woltmann bei seinen täglichen Spaziergängen beobachtete und in zum Teil humorvollen Tagebucheinträgen festhielt. Aufgelockert wurden die Redebeiträge durch musikalische Einlagen der Bläserklassen-AG unter der Leitung von Peter Scholz sowie des Lehrer-Schüler-Chores, der vom Orchester und der Bläser-AG begleitet eine Arie aus Händels „Xerxes“ und ein ABBA-Medley zum Besten gab. Einstudiert hatte diese niveauvollen Darbietungen Jens Peitzmeier mit seinen Musikkolleginnen. Frau Woltmann ließ zum Schluss mit einer ausführlichen PowerPoint-Präsentation noch einmal ihre Zeit als Leiterin des Gymnasiums Nordhorn Revue passieren und bedankte sich bei allen Beteiligten für eine erfolgreich verlaufene Zeit.

Wolfgang Krämer

Für Interessierte, die noch mehr über die Würdigung von Monika Woltmanns Wirken am und für das Gymnasium Nordhorn erfahren möchten, hier die Tagebucheinträge des Hundebesitzers aus der Händelstraße:


Donnerstag, 23. Juli 1997
Endlich Sommerferien, heute konnte ich über den Schulhof des Gymnasiums mit meinem Oskar Gassi gehen, ohne dass er dabei von spielenden und umherlaufenden Jungen und Mädchen gestört wurde. Ich dachte „Die beige-braunen Farben in den Fluren und Klassenzimmern könnten mal wieder einen neuen Anstrich gebrauchen“, als ich jemanden erblickte, der offensichtlich Malerarbeiten plante. Ich konnte eine kleine, schlanke, energisch wirkende Frau hinter den Fenstern erkennen, ihr Alter: etwa Mitte vierzig. Sie lief im Schulgebäude herum und malte mit Kreide Zahlen an die Wände. Dabei unterhielt sie sich mit einer deutlich jüngeren Frau. Einige Fenster standen offen und ich hörte, wie die ältere zur jüngeren sagte: „Das muss hier unbedingt heller werden. Meine neue Farbgebung wird das ändern, den Haupteingang in das Schulgebäude werde ich öffnen und auch sonst gibt es hier eine Menge zu tun“. - Die energische Frau scheint eine Neue zu sein und will offensichtlich einiges umkrempeln. Das kann ja heiter werden. Wir werden das beobachten, was, Oskar?

Mittwoch, 10. Januar 2001
Heute musste es im Gymnasium hoch hergegangen sein. Bereits während der zweiten Stunde, bei unserem ersten Gang, sahen Oskar und ich Frau Woltmann, die stellvertretende Schulleiterin, mit dem Architekten Potgeter am Stadtring stehen und das Areal abschreiten. Oskar und ich waren irritiert. Sie hielten Pläne in der Hand und diskutierten. Auf dem Schulhof standen andere Personen. Auch sie hatten Papierrollen dabei und wiesen mit den Händen mal zu uns, mal woanders hin. - Richtig, die Grafschafter Nachrichten hatten über Baupläne und einen Erweiterungsbau berichtet, den der neue Schulträger, der Landkreis Grafschaft Bentheim, dem Gymnasium finanzieren wollte. Als ich mit Oskar am Abend wieder über den Schulhof spazierte, brannten die Kronleuchter in der Aula noch. Einige Fenster standen trotz der Kälte offen. Aus dem Fenster drangen Satzfetzen wie „Der Standort für das E-Gebäude kommt nicht in Frage!“ und „ Wie soll überhaupt abgestimmt werden?“. Ich vernahm auch Stimmengewirr und Zwischenrufe. Mich interessierte das Ergebnis, aber Oskar zog heftig an der Leine und wir mussten heim. Die Entwicklung am Gymnasium bleibt spannend, auch für Oskar und mich.

Donnerstag, 25. August 2004
Heute haben Oskar und ich uns furchtbar erschrocken. Die Schule hat wieder angefangen und auf dem Schulgelände war viel los. Frau Woltmann ist als Schulleiterin seit drei Wochen jeden Tag hier. Viele neue Gesichter, jüngere Schülerinnen und Schüler und zahlreiche neue LehrerInnen haben wir schon ausgemacht. Viele kommen und fahren jetzt häufiger als in den Jahren zuvor auf den Parkplatz oder von ihm weg. Frau Woltmann wirkt noch emsiger als sonst. Sie nimmt jetzt manchmal ihren Stellvertreter, einen gewissen Herrn Krämer, mit, wenn sie wohl die Außenstelle des Gymnasiums inspiziert oder zu Besprechungen mit dem Landrat fährt. Es scheinen wichtige Gespräche zu sein, die da laufen. In den letzten Wochen berichteten die GN mehrfach darüber, dass in Nordhorn ein zweites, ein evangelisches Gymnasium gegründet werden soll. (Anmerkung: Es mussten 21 neue LehrerInnen und über 500 neue SchülerInnen am Gymnasium beschult werden, insgesamt über 1600.)

Montag, 17. August 2009
Gestern war ein trauriger Tag. Oskar musste eingeschläfert werden. Ich habe kurz überlegt, mich dann entschlossen, einen neuen Begleiter für meine Spaziergänge am Gymnasium vorbei zu suchen. Ich bin zum Tierheim gefahren und habe mit dem Zwergschnauzer Tutti gleich Freundschaft geschlossen. Zuhause angekommen, habe ich mich gleich mit ihm auf den Weg zum Gymnasium gemacht. Dort ist eine große Baustelle, seit Monaten schon. Wohnhäuser wurden abgerissen und der Schulgarten entfernt. Die Spaziergänge über den Schulhof vom Gymnasium haben deswegen schon lange keinen Spaß mehr gemacht. Wie die Schülerinnen und Schüler und ihre LehrerInnen den ständigen Baulärm nur aushalten und dabei noch arbeiten können?
Als Tutti und ich am Schulgelände vorbeigingen, hörten wir Blasmusik, die von jungen Schülerinnen und Schülern gespielt wurde, und wir sahen viele Leute. Der Landrat und sein Stellvertreter waren dabei, auch der Architekt Potgeter und weitere Personen, die ich schon auf Bildern in den GN gesehen habe. Frau Woltmann war mittendrin und schien ganz besonders gut gelaunt zu sein. Sie war beim Friseur gewesen, trug ein schickes Kostüm und lachte. Tutti schien die Aktion auch zu gefallen, denn er reckte seinen Kopf in Richtung Baustelle und sah interessiert zu, wie einige Personen, auch Frau Woltmann, sich Helme aufsetzten und gleichzeitig einige Schaufeln Sand in dieselbe Richtung warfen. Ein Fotograf hielt alles in Bildern fest. Danach waren alle noch besser gelaunt als vorher. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass Tutti und ich den Spatenstich für die neue Mensa gesehen hatten.

Montag, 25. Januar 2016
Tutti und ich werden alt. Wir verstehen vieles nicht mehr. Heute Morgen verließen fast alle Schüler schon um kurz nach halb elf das Schulgelände des Gymnasiums. Die Lehrer sind wohl noch da, denn auf dem Parkplatz stehen noch viele Autos, auch welche, die ich dort noch nie gesehen habe. Was das wohl zu bedeuten hat? - So viel wie früher bekommen wir Anwohner vom Schulleben nicht mehr mit. Seit Frau Woltmann das Gymnasium Nordhorn zur Campusschule hat ausbauen lassen, bietet die Schule ein neues Bild: In den neuen Fahrradständern stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Fahrräder ordentlich ab, aus der großen neue Sporthalle, in die man nicht hineinschauen kann, hört man oft freudiges Rufen und Lachen, und wenn man an der Mensa vorbeigeht, sieht man in der bunt bestuhlten Räumlichkeit oft und fast den ganzen Tag Schülerinnen und Schüler sitzen, mal mehr, mal weniger. Sie essen, lesen, schreiben und unterhalten sich dort oder bedienen ihre Smartphones oder Tablets. Auf dem Schulhof sieht man Jungen und Mädchen auf einem Klettergerüst herumturnen oder hinter Zäunen Fußball spielen. Manche sitzen auch auf Bänken und unterhalten oder entspannen sich. Da auf dem Campus scheint es den ganzen Tag lebendig zuzugehen. Die meisten Menschen, die dort ein- und ausgehen, machen ein freundliches Gesicht, meistens. Wenn sie Tutti und mich sehen, grüßen sie. Frau Woltmann hat mich heute Morgen nicht wahrgenommen. Sie schien angespannt und sehr beschäftigt zu sein.
Sie wirkte ungefähr wie damals, als ich sie zum ersten Mal sah, am 23. Juli 1997: klein, schlank, energisch und voller Tatendrang, nur ein bisschen älter und besser gelaunt - Wie lange wir sie und ihre Aktionen wohl hier noch beobachten können, Tutti?

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