Das Gymnasium Nordhorn und die Stadtbibliothek hatten den Schauspieler und Vorleser Rainer Rudloff am 29. Mai 2015 zu einer ausdrucksvollen Lesung aus Tolkiens "Hobbit" eingeladen. Er stellte seine stimmlichen Fähigkeiten unter Beweis und erzählte den Sechstklässlern vom Autor des Fantasyklassikers, von Hobbits und von Zwergen. Trolle, Monsterspinnen, Zwerge und andere gruselige Gestalten wurden von Rudloff verkörpert. Der sprachbegabte Künstler gab den Wesen eine eigene Stimme und einen unverwechselbaren Charakter.

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Emma Petrik (Klasse 6 A) und Kirsten Rigterink (Fachobfrau Deutsch)

Zu dem diesjährigen "German National Brain Bee" - Wettbewerb am 09.05.15 hat sich Tatjana Winter, Schülerin der Q34, in Absprache mit Frau Brookmann angemeldet.  An diesem Wettbewerb in Heidelberg können nur 40 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland teilnehmen. Die Gewinnerin des Wettbewerbs darf Deutschland beim internationalen Wettbewerb vertreten, der in diesem Jahr in Australien stattfinden wird.
Die Teilnehmer – überwiegend Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 und 12 - mussten sich dabei verschiedenen englischsprachigen Tests zum Thema Neurobiologie stellen, auf die sie sich mit Hilfe zweier Skripte vorbereiten konnten.

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Nach Anmeldung und Begrüßung standen zunächst vier verschiedene Tests an: Der erste war ein 15minütiger Test zu neurobiologischen Grundlagen aber auch spezielleren Fakten, der aus Beschriftung-, Ankreuz- und kurz zu beantwortenden Fragen bestand. Bei der folgenden Sektion lagen den Teilnehmern verschiedene mikroskopische Präparate oder Gehirnbestandteile vor, die es zu identifizieren galt. In der anschließenden „Podiumsdiskussion“ bekam jeder Teilnehmer drei Fragen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade gestellt, die innerhalb von 15 Sekunden beantwortet werden mussten. Der letzte Teilbereich war eine Patienten-Diagnose. Den Teilnehmer wurde ein kurzes Video eines Patienten vorgeführt und ein paar Hintergründe wurden geliefert. Die Teilnehmer sollten dann herausfinden, an welcher neurobiologischen Krankheit der Patient leidet.  Für eine Eingrenzung konnten Sie die Ergebnisse zweier Tests (von 17, z.B. MRT, Bluttest, usw.) freischalten, um Hinweise zu erhalten, um welche der 15 möglichen Erkrankungen es sich handelt.
Alle vier Tests wurden ausgewertet und nur die besten 10 Teilnehmer kamen in die Finalrunde. Auch hier wurden Fragen gestellt, die innerhalb von 15 Sekunden werden mussten. Hatte ein Teilnehmer drei Fragen falsch beantwortet, war er ausgeschieden. So blieben am Ende zwei Teilnehmerinnen übrig, Tatjana Winter und die spätere Siegerin, die im Stechen gegeneinander antraten. Eine falsche Antwort führte schließlich zur Entscheidung. Tatjana Winter belegte letztlich einen hervorragenden 2. Platz, der immerhin mit einem 75-€ -Amazon- Gutschein belohnt wurde.

Inga Brookmann

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Jugend trainiert für Olympia - Kreisgruppenentscheid Leichtathletik am 6.5.15 in Lingen
- Super Wetter - Super Schülerinnen und Schüler - Super Zeiten - Super Weiten - Super Höhen -

Michael Pöppelmann

Teilnehmer:
Finja Buchalla, Marina Snyders, Anneke van Faassen, Nina Kuipers, Fabienne Brand, Anne Lüken, Emma Wolbert, Josephine Skutta, Anna Mentgen, Anna Portheine, Laura Schneider, Maximilian Witte, Jeroeme Nyman, Eric Lensker, Lukas Kües, Niels Feller, Malte Kathorst, Louis Seifert, Tom Bramlage.

Im  Rahmen der Kooprationsvereinbarung des Gymnasiums Nordhorn und der Lebenshilfe Nordhorn bot der Fachbereich Musik am Sonntagnachmittag (16.05) den Kaffeehausbesuchern des "Samocca" in Nordhorn ein abwechsungsreiches und unterhaltsames Programm mit Kompositionen aus dem Bereich der populären Blasmusik.

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Die Zuhörer des vollbsetzten "Samocca" bedankten sich bei den jungen Musikerinnen und Musiker mit einem  langanhaltenden Applaus.

Heike Späthe

Zeitansager fuhren durchs Barackenlager
Geschichtskurs Q12 besucht das Museum Lagerbaracke Alexisdorf-Neugnadenfeld

Passend zum Schwerpunktthema des aktuellen Sommerhalbjahrs „Flucht und Vertreibung im Umfeld des Zweiten Weltkriegs“ besuchte am 08. Mai 2015, einem Tag, der wie kaum ein zweiter in diesem Jahr aufgeladen ist mit historischer Bedeutung, der Geschichtskurs Q12 das Dorf Neugnadenfeld.

Hier bekamen wir von Herrn Pasternak vom Verein Lagerbaracke Alexisdorf-Neugnadenfeld (kurz: LAN; http://www.neugnadenfeld.de/index.php/lan-ev/der-lan-ev) einen Vortrag über die Entstehung des Dorfes aus den Resten des bis 1945 von der Wehrmacht genutzten Kriegsgefangenenlagers Alexisdorf samt einer Führung durchs Museum und zu einigen der historischen Freiluftinstallationen.

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Das Lager XV. Alexisdorf war eines der berüchtigten Emslandlager, dessen bekannteste vielleicht die Lager Esterwegen (hier war z.B. Carl von Ossietzky interniert) und Börgermoor (hier entstand das weltweit bekannte Lied Die Moorsoldaten) waren. Wir erfuhren von Herrn Pasternak, dass 1945/46 die ersten Flüchtlinge – unter tatkräftiger Vermittlung des Bischofs Steinberg von der Herrnhuter Brüdergemeinde, die sich auch in Neugnadenfeld etablierte – vom ersten Ministerpräsidenten Niedersachsens, Hinrich W. Kopf die Reste des Lagers Alexisdorf zugewiesen bekamen und hier, mitten in Moor und Heide sowie weitgehend ohne befestigte Straßen (!), den Neubeginn wagten.

Diese Lagerrest boten sich an, denn erstens stand hier ein noch funktionsfähiges Wasserwerk und zweitens gab es eine Transformatorenstation, die die Versorgung mit Elektrizität ermöglichte. Die Anfänge beschrieb Herr Pasternak als einfach: Die Menschen kamen mit sehr wenig hier an – alles musste nach und nach gebaut oder organisiert und immer musste improvisiert werden: Familien mit teilweise fünf Personen wohnten in einem (!) Barackenzimmer; das Casino für die Wachmannschaften wurde zur Kirche umfunktioniert, wobei man zu den Gottesdiensten seine eigene Sitzgelegenheit mitbringen musste; mangels vieler Zeitmessgeräte fuhr zu bestimmten Tageszeiten jemand durchs Barackendorf und sagte die Zeit an; eine erste Kuh wurde aus den USA, ein Kindergarten von einer niederländischen Flüchtlingsorganisation gespendet; Baumaterial kam über den Wasserweg, wobei es die Regel war, dass nach Arbeitsschluss abends noch beim Entladen geholfen wurde. Überhaupt war es die gegenseitige Hilfe, die die Menschen hat überleben lassen. Erste Möglichkeiten der Erwerbsarbeit bot pikanterweise die Moorkultivierung, also genau jene Arbeit, die zuvor – wenn auch erzwungen – den Kriegsgefangenen abverlangt worden war. Nach und nach kamen weitere Flüchtlinge, oft Familienangehörige und Bekannte derjenigen, die schon in Neugnadenfeld waren, in die Niedergrafschaft. In vielen Fällen geschah dies auf Vermittlung durch das Rote Kreuz oder auf ungewisse, mündliche Auskünfte hin.

Der LAN-Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bemerkenswerte Geschichte Neugnadenfelds zu dokumentieren und weiterzugeben. Sie erzählt von Menschen, die nach Fluchterfahrungen, nach Not, Leid und Entbehrung, in der Grafschaft eine Chance zum Neuanfang bekommen und diese erkennbar genutzt haben. Wir danken Herrn Pasternak und dem LAN-Verein für die wichtige, ehrenamtliche dokumentarische Arbeit und für die vielen interessanten Informationen.

Martin Krol