Das Gymnasium Nordhorn lädt alle Interessierten und ganz besonders die Schülerinnen und Schüler der künftigen fünften Klassen zusammen mit ihren Eltern am Samstag, dem 02. Dezember 2017, herzlich zum Tag der offenen Tür am Gymnasium Nordhorn ein.
Von 10.00 bis 13.00 Uhr besteht die Gelegenheit, das Gymnasium Nordhorn in seiner Vielfalt, Qualität und Ausstattung kennenzulernen. Dazu geben Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen, Lehrerinnen und Lehrer, Fachgruppen sowie Arbeitsgemeinschaften Einblicke in ihr Handeln und Tun.

  • bild01bild01

Christian sagt.... und alle lauschen seinen Worten - Der Persönlichkeitstrainer Christian Bischoff zu Gast am Gymnasium Nordhorn

Am Dienstag, den 07.11.2017, war der Persönlichkeitstrainer Christian Bischoff der Einladung des Elternbeirates gefolgt und präsentierte morgens in zwei Veranstaltungen den Schülern und abends den Eltern und Interessierten sein Programm. Er gilt als einer der profiliertesten Persönlichkeitstrainer im deutschsprachigen Raum und arbeitet auch als Erfolgs- und Motivationsexperte für große deutsche und internationale Firmen.

Mit seiner Schultour "Mach den positiven Unterschied - Ein Persönlichkeitsvortrag für ein erfolgreiches Leben" zeigte er den Schülerinnen und Schülern grundlegende Werte- und Charaktereinstellungen für ein erfolgreiches Leben auf. Dabei sprach er neben dem Kopf vor allem auch das Herz und die Emotion an. Denn nur so lerne ein Mensch nachhaltig. Zu Beginn der Veranstaltung saßen die Schüler eher skeptisch auf ihren Stühlen und lauschten den ersten Worten von Christian Bischoff. Mit dem Spiel "Christian sagt..." konnte das Eis aber gebrochen werden und sie folgten gespannt seinem Vortrag. So erklärte er, dass bei sich selbst beginnen und Eigenverantwortung zu übernehmen die Basis der "Mach-den-positiven-Unterschied" ist. Dafür ist Selbstdisziplin erforderlich. Nur mit Selbstdisziplin erreicht man etwas im Leben, mehr noch als mit einem übergroßen Talent. Sehr bewegend war das Video eines australischen Persönlichkeitstrainers, der sich alle seine Träume erfüllt hat, obwohl er ohne Arme und Beine geboren wurde. Man müsse täglich daran arbeiten, sich seine Träume zu erfüllen und glücklich zu werden, so Christian Bischoff. Aber auch Respekt im Leben ist wichtig: Respektiere dich und deine Mitmenschen. Du musst nicht jeden Menschen mögen, doch man kann ihn respektieren. Nur wenn ich Menschen positiv begegne, bekomme ich auch etwas zurück.

  • bild01bild01

Bei mangelndem Respekt, durch Ärger und andere negative Ereignisse werde, so veranschaulichte er anhand eines roten Eimers, der Eimer geleert, durch positive Verstärkung kann er aber wieder gefüllt werden. Deshalb forderte er alle Teilnehmer auf, sich bei jedem zu bedanken, der in letzter Zeit etwas Gutes für ihn getan hat.

Das Abendprogramm von Christian Bischoff stand unter dem Motto "Die Kunst, dein Ding zu machen". Dafür berief er sich auf die von ihm entwickelte Pyramide "Lebenswerk". Als Basis sieht er die Eigenverantwortung, ohne die weder Erfolg noch ein sinnerfülltes Leben möglich seien. Damit der Mensch sein volles Potential entfalten kann, brauche es drei Faktoren: Zielstrebigkeit, Selbstvertrauen und die Macht der eigenen Gedanken. So stellte er die These auf, dass die meisten Menschen nicht an ihrem Talent scheitern, sondern an mangelndem Selbstbewusstsein. Deshalb versuchte er das Selbstwertgefühl der Teilnehmer durch praktische Übungen zu stärken. Mit der stetigen Wiederholung der Sätze "Ich mag mich", "Ich bin ein Geschenk für die Welt" könne jeder an der Entwicklung des eigenen Selbstbewusstseins arbeiten. Um die Macht der Gedanken zu verdeutlichen, wählte Christian Bischoff eine Zuhörerin aus dem Publikum aus. Diese bestärkte er in ihrer Willenskraft so, dass sie mit ihm gemeinsam eine Eisenstange ohne Zuhilfenahme der Hände verbiegen konnte. Die Veranstaltung beendete Christian Bischoff mit einer Meditation zur Stärkung des Selbstwertgefühls.

Vielen Dank an den Elternbeirat für die Organisation und an Christian Bischoff für sein mitreißendes, emotionsgeladenes aber auch humorvolles Programm.

Kerstin Wörsdörfer

Die Jungen der Wettkampfgruppe III (Jahrgang 2004/05) siegten am vergangenen Mittwoch beim Kreisentscheid Jugend trainiert für Olympia in der Sportart Fußball. In einem spannenden Turnier konnten sich die Schüler des Gymnasium Nordhorns zunächst souverän gegen die Wilhelm–Stähle–Schule Neuenhaus (5:0; Tore durch Yigit Karademir, Max Wolf, Paul Wolbert, Jaron Kiehl und Max Stemberg) und die Oberschule Schüttorf (7:2; Tore durch Sven Lüken, Ole Bangen, Jannes Korte, Mika Lensker, Jonathan Kamps, Torge Zeiser und Lukas Große–Rammelkamp) durchsetzen, ehe es zum finalen Spiel gegen das Gymnasium Bardel kam.

Dort siegten die Jungs vom Stadtring durch ein sehenswertes Tor in Arjen Robben Manier von Jonas Lübben mit 1:0 und treffen in der nächsten Runde auf den Gewinner des Emslandes, um den Teilnehmer der Bezirkswettbewerbes zu ermitteln.

  • bild01bild01

Zum siegreichen Team gehören:

Paul Wolbert, Yigit Karademir, Max Wolf, Jaron Kiehl, Jonas Lübben, Sven Lüken, Mika Lensker, Jannes Korte, Mathis Wegbünder, Ole Bangen, Torge Zeiser, Lukas Große-Rammelkamp, Jonathan Kamps

Sebastian Röttger

Unsere Handballmädchenmannschaft nahm am Dienstag, den 07.11.17 in Haselünne mit fünf weiteren Teams am Kreisentscheid "Jugend trainiert für Olympia" teil. Durch tolle Mannschaftsleistungen gegen das Gymnasium Marianum (9:7) und gegen die Bödiker Oberschule (15:12) zogen wir als Gruppenerster in das Halbfinale ein und trafen auf das EGN. Das heißumkämpfte Spiel endete mit einem knappen zwei Tore Vorsprung für unsere Mädels. Das Finale gegen die stark aufspielende und ebenfalls ungeschlagene Mannschaft vom Windthorst-Gymnasium aus Meppen wurde dann nicht mehr ausgespielt. Die Kollegin vom WGM hatte während unseres Halbfinalspiels eine Regelwidrigkeit aufgedeckt und sich direkt telefonisch bei der Landesschulbehörde beschwert. Ihrem Gesprächspartner waren die Hände gebunden und er musste der Beschwerde rechtgeben und uns disqualifizieren!

Was war passiert?

Vier Mannschaften waren mit mehr als den erlaubten elf Spielerinnen angereist. Dem olympischen Leitgedanken folgend war es bis jetzt nie bei anderen Wettbewerben auf Kreisebene daran gescheitert, eine 12. Spielerin zu berücksichtigen. Zumal diese im Regelfall keine Leistungsträger sind, sondern jüngere Spielerinnen, die dadurch eine Chance bekommen. Die Kollegin aus Meppen stellte sich der Mehrheit entgegen und bestand zum Turnierbeginn darauf, dass wir unsere Spieleranzahlen auf 11 reduzieren, so wie es in den Statuten geschrieben steht. Aus mehreren Teams wären Schülerinnen also den ganzen Vormittag zum Zusehen verdonnert worden. Vor allem aus pädagogischen Gründen beschlossen nun aber alle anderen anwesenden Lehrer und Begleiter, dennoch alle ihre Schülerinnen in dem Turnier einzusetzen.

  • bild01bild01

Der Kollegin vom Windthorst-Gymnasium fiel dies nun während unseres Halbfinalspiels gegen das EGN auf. Sie sprach meine Spielerinnen auf der Ersatzbank an und wollte wissen, ob sie alle schon gespielt hätten. Sie bejahten dies ehrlich. Daraufhin griff die Kollegin zum Handy und schaltete die Landesschulbehörde ein. Nach dem Spiel fragte ich sie, wie es nun weitergehe. Sie meinte, dass wir nun disqualifiziert seien. Ich habe sie gefragt, ob wir uns trotzdem sportlich messen wollen, meine Schülerinnen würden nämlich dennoch gerne antreten. Sie willigte ein. Nach dem Ausspielen der Plätze 3-6 machten sich meine Spielerinnen warm. Nach fünf Minuten teilte uns die Turnierleitung dann mit, dass Meppen nicht antreten werde. Bei der nachfolgenden Siegerehrung wurde unsere Schule nicht erwähnt. Alle Teams rutschten einen Platz nach oben. Auch der Turnierleitung aus Haselünne waren die Hände gebunden, die in dieser schwierigen und unzumutbaren Situation vermitteln musste. An dieser Stelle danke ich der Turnierleitung für die gute Organisation und allen anderen vier Teams für das freundliche, kollegiale und vernünftige Miteinander. Der Kollegin aus Meppen gratuliere ich zum Sieg am grünen Tisch.

Eine Lehrstunde von unseren Schülerinnen zum Thema "Vorbildfunktion" und "Olympischer Gedanke" verpasste sie an dem Dienstag wahrscheinlich leider, da sie zu sehr mit den organisatorischen Schwierigkeiten unserer Disqualifikation zu tun hatte! Da war es ihr am Ende auch nicht mehr so wichtig, dass andere Mannschaften auch gegen diese Regel verstoßen hatten und sicherlich auch die Disqualifikation verdient gehabt hätten. Man kann sich ja auch nicht um alles kümmern.

Zur Lehrstunde: Das Zusammenspiel und der soziale Umgang der beiden Lager "Vorwärts" und "HSG", vereint in unserem Team Gymnasium Nordhorn, waren wunderbar anzuschauen. Der Zusammenhalt mit dem EGN freut mich. Das harte und faire Spielen sowie das selbständige Organisieren der Aus- und Einwechselungen waren vorbildlich. Und trotz des Wissens um ihre Disqualifikation den Wunsch zu haben, sich trotzdem sportlich zu messen, lässt mich meinen Hut vor unserer Mannschaft ziehen!

Herzlichen Glückwunsch zu einer tollen sportlichen und sozialen Leistung!

Gerrit Apelt

Schauspieler mitten unter uns!

Wir (die Klasse 6D) waren am Freitag, den 03.11.2017, mit den Rädern unterwegs, um uns das Theaterstück "@ Home - Saidas Geschichte vom Fliehen und Ankommen" in der Mensa der Ludwig-Povel-Schule anzusehen. Auf die Geschichte des 11-jährigen Flüchtlingsmädchens Saida sind wir vor allem deshalb gestoßen, weil Devon Reinink, ebenfalls Schüler unserer Klasse, als Schauspieler bei dem Projekt "ANDERS_ARTIG" der Kulturinitiative Bockfrosch e.V. mitwirkt und eine Rolle in dem Stück übernommen hat. Die Aufführung konnten wir uns doch nicht entgehen lassen! Wie gut, dass der Förderverein des Gymnasiums Nordhorn für uns dankenswerterweise die Kosten getragen hat!

  • bild01bild01

Inhaltlich wird Saidas Flucht aus ihrer Heimat thematisiert, die von Ängsten begleitet wird, die durch schreckliche Kriegserfahrungen ausgelöst wurden. Auch nach der geglückten Flucht sind diese Schrecken allgegenwärtig und verhindern, dass sich Saida in der neuen Heimat einleben kann. Stattdessen zieht sie sich in die Welt ihrer Erinnerungen zurück. Da sie die deutsche Sprache nicht beherrscht, fällt ihr auch der Austausch mit Gleichaltrigen schwer, was dazu führt, dass sie zunächst misstrauisch beäugt und später überdeutlich abgelehnt wird.
Die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 10 und 12 Jahren gehen auf vier verschiedene Nordhorner Schulen und haben sich im Vorfeld von dem Bilderbuch "Zu Hause kann überall sein" von I. Kobald und F. Blackwood inspirieren lassen. Doch diese Aufführung zeigt neben Parallelen zum Buch auch viel Eigeninitiative und -interpretation. So geht der Schluss der Geschichte auf eine Entscheidung des siebenköpfigen Ensembles zurück.
Und unser Eindruck?

Super! Mithilfe farbenfroher Kostüme mit Signalwirkung, spannender Beleuchtungseinsätze und passend zur Stimmung projizierter Fotos, sowie abwechslungsreicher Musik gelingt es der Schauspieltruppe, eine Collage unterschiedlichster Gefühle auf die Bühne zu bringen, die Saida während ihrer Reise und im Alltag danach in Atem halten. Die spärlichen Requisiten geben dieser Illumination, die ganz verschiedene Sinne anspricht, genügend Raum.

Dabei spielt gesprochener Text überraschenderweise eine eher untergeordnete Rolle. Das passt zum Inhalt, denn Sprache steht ja gerade in einer solchen Lebenssituation nur in Ansätzen zur Verfügung! Und trotzdem können wir im Publikum die unterschiedlichen Facetten dieser Erzählung verstehen, können uns einfühlen in die Figuren auf der Bühne. Das zeigt, dass sich die Schauspieler von ihrer Regisseurin Simone Wrede erfolgreich haben beraten lassen. Wir Zuschauer haben dabei erfahren, dass Verständigung ganz erfolgreich sein kann, (auch) wenn sie nur aus einer sprechenden Geste oder einem Lächeln an passender Stelle besteht.

Nebenbei haben uns die Tanzeinlagen, temperamentvollen Spiele und Gruselverkleidungen in ausdrucksstarken Traumbildern gut gefallen. Nicht zu vergessen die Süßigkeiten, die zwischendurch verteilt wurden! ;-)

Unser Ausflug war also ein voller Erfolg. Es bleibt nun abzuwarten, ob uns das Stück zu etwas Empathie verholfen hat, wenn wir das nächste Mal auf Flüchtlingsfamilien treffen, die sich - so wie Saida - bemühen, bei uns und mitten unter uns Fuß zu fassen.

Susanne Munk