Tripelkonzert – Die zweite. Eine beeindruckende Neuauflage

Bereits zum zweiten Mal gelang es rund 70 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Nordhorn, der Musikschule und des Evangelischen Gymnasiums zusammen mit ihren Dozenten und Lehrkräften die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Überaus beeindruckend präsentierte das Ensemble am 20. Februar im gut gefüllten Konzert-und Theatersaal ein mitreißendes Konzert.

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In diesem Jahr beteiligten sich die Bläserklasse 6 und Orchestermitglieder vom Gymnasium Nordhorn, die Orchesterklasse 6 des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn sowie „Das kleine Orchester“, das Ensemble Wietmarschen und das Streichorchester der Musikschule.

Präsentiert wurde den Anwesenden ein abwechslungsreiches Programm unter der Leitung von Lehrkräften der drei Institutionen. Diese hatten das Konzertprogramm im Vorfeld miteinander erarbeitet und mit den einzelnen Teilorchestern die Stücke geprobt, bevor am vergangenen Wochenende das gesamte Orchester zusammentraf. Gegenüber dem letzten Jahr gab es eine Neuerung: alle Stücke wurden gemeinsam vom ganzen Orchester gespielt.

Feierlich eröffnet wurde das Konzert mit dem Stück „Feuerwerksmusik“, welches von Georg Friedrich Händel komponiert und 1749 zu einem Feuerwerk uraufgeführt wurde. Begeistert vom musikalischen Niveau des ersten Stückes folgte das Publikum gebannt dem weiteren Konzert. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Filmmusik: Nach „Rohan“ aus „Herr der Ringe“ konnten die Zuhörer dem Lied „Skyfall“ aus dem gleichnamigen James-Bond-Film und „The Hanging Tree“ aus dem aktuellen Blockbuster „Die Tribute von Panem“ lauschen. Zwischendurch machte das Orchester mit dem mitreißenden Klassiker „Hey Soul Sister“ einen Ausflug in die Rockmusik.

Auch die Präsentation des Themas aus „Jurassic Parc und eines Ausschnitts aus dem majestätischen Soundtrack „Transformers“ überzeugte die Anwesenden von der Leistung der jungen Musikerinnen und Musiker. Mit dem Rock-Klassiker "Eye of the Tiger", dem Titelsong zu "Rocky III" aus dem Jahr 1982, beendeten sie ihr Konzert, jedoch nicht ohne dem begeisterten Publikum eine Zugabe zu gewähren.

Unisono lobten Hilmar Sundermann, Leiter der Musikschule, Christoph Gastler, der stellvertretende Schulleiter des EGN und auch Andreas Langlet, Schulleiter des Gymnasiums Nordhorn, die beachtliche Qualität des Konzerts und die gute Zusammenarbeit der drei Institutionen. Gefragt nach ihren Eindrücken sagte eine Schülerin des Gymnasiums Nordhorn nach dem Konzert: „Es war toll, mit so vielen Musikern auf einer großen Bühne ein Konzert zu geben. Ich schwebe wie auf Wolken.“

Dorothea Leutenantsmeyer, Kerstin Wörsdörfer

Physikkurse auf erhöhtem Niveau auf Exkursion in Hamburg

Die Physikkurse auf erhöhtem Niveau des Jahrgangs 11 haben während einer Exkursion vom 11.- 13. Februar 2016 verschiedenen Institutionen in Hamburg besucht, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten nach der Schule zu informieren.

Nach der Hinfahrt am Donnerstag begann der Freitag mit einer Führung durch das Airbuswerk in Finkenwerder. Auszubildende und duale Studenten stellten in einem Einführungsvortrag Ausbildungsberufe und duale Studiengänge im Werk sowie auch in den Außenstellen (Nordakademie Elmshorn, Forschungszentrum CFK-Nord in Stade) vor. Für die Bewerbung um einen Platz sind nicht nur die Zeugnisnoten von Bedeutung, vielmehr spielt auch die Persönlichkeit eine Rolle – Teamfähigkeit ist gefragt. Ein Plus bei Airbus: alle Auszubildende und alle dualen Studenten werden von Airbus übernommen.

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Während der ca. 2stündigen Führung zeigten die Auszubildenden und Studenten den Schülern die Produktion des Passagierflugzeugs A-320. Zu Beginn sind nur Elemente der nur ca. 4mm dicken Außenhaut zu sehen. Während der Strukturmontage erfolgt der Innenausbau, Fußböden, Hydraulikleitung und elektrische Leitungen werden verlegt. Insgesamt 530km Kabel befinden sich in einem Flugzeug. In der Endkontrolle wird jedes Flugzeug geprüft, bevor es seinen ersten Testflug macht.  Auch Teile des A-380 - dem größten Passagierflugzeug der Welt - werden in Hamburg gefertigt, bevor sie zur Endmontage nach Toulouse in Frankreich transportiert werden.

Am Nachmittag ging es dann zur Universität Hamburg. Herr Fuchs stellte den Schülerinnen und Schülern in einem zweistündigen Vortrag die Ausstellung „Nanotechnologie-Aufbruch in neue Welten“  vor. Im Nanobereich (nano bedeutet Zwerg) forscht man an Strukturen in der Größenordnung von Atomen bis zu ca. 0,00000001 Metern. Beobachtbar ist das z.B. nur mit Rastertunnelmikroskopen, die Herr Fuchs vorstellte und den Schülern auch in Teilen konkret zeigte. Um sich ungefähr eine Vorstellung von der Dimension machen zu können, kann man folgenden Vergleich anstellen: 1 Nanometer verhält sich zu einem Meter wie der Durchmesser einer 1ct-Münze zum Durchmesser der Erde. Ein wichtiger Aspekt in der Nanotechnologie ist, dass Stoffe oft einen Teil ihrer Eigenschaften verändern, wenn sie kleiner werden. Als Beispiel zeigte Herr Fuchs den Schülern Goldpartikel, die ihre Farbe gänzlich ändern, abhängig von ihrer Göße.
Vielfältige Anwendungen der Nanotechnologie wurden gezeigt und erklärt: der Bau von Computerchips, der Einsatz in Deos, schmutzabweisende Oberflächen, der Einsatz in der Krebstherapie und einiges mehr. Ein bekanntes Beispiel aus der Natur ist der sog. Lotuseffekt.  Er bewirkt, dass von beschichteten Oberflächen Wasser und Schmutz abperlen.

Am Samstag stand vormittags als letzter Punkt der Besuch der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) auf dem Programm, dieser Besuch findet in Zusammenarbeit mit der HAW inzwischen seit 11 Jahren statt. Prof. Dr. Zingel - Experte für Flugzeugaerodynamik und Kabinen und Kabinensysteme – gab zunächst einen allgemeinen Überblick über das Ingenieurstudium, bevor er auf den Bereich Flugzeugbau einging. Anhand von einigen Experimenten erklärte er den Schülerinnen und Schülern, worauf es beim Fliegen physikalisch ankommt. Vieles davon kann man sich aus der Natur abschauen, wie z.B. beim Flug von Vögeln. So haben die Flügel des neuen A320 neo z.B. sogenannte Winglets, Luftverwirbelungen am Flügelende können damit reduziert und Treibstoff kann eingespart werden. Nach seinem Vortrag konnten die Schülerinnen und Schüler ein Experiment an einem Windkanal durchführen.

Unterstützt wurde Herr Zingel von Frau Hannah Hoppen, die zurzeit in Hamburg promoviert. Sie ist eine ehemalige Schülerin des Gymnasium Nordhorns und stellte den Schülerinnen und Schülern das duale Studium vor, welches sie bei Airbus absolviert hat.

Wolfgang Fricke

 

bild1Vortrag zur Lage der Wirtschaft mit anschließender Aussprache bzw. Diskussion

Hubert Winter, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn, referiert zu dem Thema

"Niedrigzinspolitik, Niedrigzinsphase - Auswirkungen auf unser tägliches Leben"

Eingeladen:    Alle Schüler der Jgst. 10,  11 und 12
Wo?                  Aula des Gymnasiums Nordhorn, Stadtring 29
Wann?             Donnerstag, den 03.03.16, 18 Uhr

Peter Beckmannshagen

„Nach dem Dunkel kommt wieder das Licht“ - Grenzgänger spielen in der Aula des Gymnasiums vor Schülern des Jahrgangs 11 Lieder aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Vorstellbar ist es kaum. Dennoch sind inmitten der nationalsozialistischen Konzentrationslager – Orte des täglichen Mordens und Leidens, der allgegenwärtigen Schikanen und Quälereien, der enthemmten und für die Täter folgenlosen Gewaltorgien – Zeichnungen, Gedichte und Lieder entstanden. Sie zeugen von den Emotionen und Gedanken der Gefangenen, von ihren Ängsten, ihrer Wut und Verzweiflung, aber auch von der Sehnsucht nach Freiheit und einem starken Überlebenswillen.

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Auf Einladung der Jugendarbeit der Stadt Nordhorn kam die Bremer Gruppe Grenzgänger am 03. Februar nach Nordhorn. Das Angebot eines kostenlosen Konzertes im Gymnasium wurde von der Schulleitung und der Fachgruppe Geschichte gerne aufgenommen, und so konnte den Schülern des Jahrgangs 11 eine besondere „Geschichtsstunde“ geboten werden, in die Frau Beckmannshagen, Herr Naber und Herr Krol kurz einführten, bevor das etwa einstündige Programm begann. Es bestand aus Liedern, die zumeist in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten entstanden sind, und die auch die jüngst erschienene CD „Und weil der Mensch ein Mensch ist“ füllen. Diese Musik dürfte für die meisten Oberstufenschüler (mindestens) ungewohnt gewesen sein, dennoch fiel auf, wie bewegt und zum Teil auch erschüttert einige im Anschluss an das Konzert waren. Die als Gruppe wie auch individuell am jeweiligen Instrument überzeugenden Grenzgänger um den Bremer Liedermacher Michael Zachcial beeindruckten mit ausgefeilten, den jeweiligen Text interpretierenden Arrangements. Hier zeigten sich auch die drei anderen Bandmitglieder Felix Kroll (Akkordeon), Annette Rettich (Cello) und Frederic Drobnjak (Gitarre) als Meister ihrer Instrumente.

Viele Stücke drehten sich um Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte der Menschen in Schutzhaft, so der zynische Ausdruck der Nazis für das Verschleppen, Einsperren und (oft) durch erzwungene Arbeit und gezielte Unterernährung herbeigeführte Sterben der Opfer. Zerrissen zwischen Verzweiflung und letzten Hoffnungshalmen werden die meisten der Stücke von dem Gedanken getragen, Heimat und Familie in Freiheit wiederzusehen: „Nach dem Dunkel kommt wieder das Licht!“ (Im Walde von Sachsenhausen). Die Perspektive der Hinterbliebenen wird im Stück Mein Vater wird gesucht eingenommen. Dass Angehörige einfach verschwinden können und die offiziellen Erklärungen nicht überzeugen, hat manche Schüler sehr bewegt: Was passiert, wenn der Staat selber verbrecherisch wird und zugleich die Macht hat, das eigene Tun nach Belieben umzudeuten oder zu vertuschen? Die passend zugeschnittenen Einführungen zu den Stücken erleichterten das Verständnis.

In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere die Aktualität des Konzertprogramms herausgestellt: Die auch in Nordhorn wahrnehmbare Flüchtlingssituation und das Erstarken der politischen Rechten, insbesondere aus der vermeintlichen politischen Mitte der Gesellschaft heraus, zeigten, dass es eine Verpflichtung gebe, an die Folgen von Hass, Ausgrenzung und vermeintlich einfach Schuldzuweisungen zu erinnern.

Der Gang der Gruppe aus Bremen an die Grenze nach Nordhorn hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Die Lieder aus einer Zeit der faschistischen Zivilisationsverachtung mahnen uns, allen Menschen mit Menschlichkeit zu begegnen. Gerade auch heute.

Martin Krol

In der Nacht vom 05. auf den 06. Februar fanden sich insgesamt 72 Schülerinnen und Schüler aus 18 Klassen der Jahrgänge 5 bis 8 im Cafeteria-Gebäude des Gymnasiums Nordhorn ein, um eine Nacht lang knifflige Aufgaben zu bearbeiten.

In seiner Begrüßung hob der neue Schulleiter des Gymnasiums, Herr Andreas Langlet, der am Montag offiziell in sein Amt eingeführt wurde, hervor, dass es eine besondere Ehre sei, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen und betonte, dass es deutlich mehr Interessierte gegeben habe, die an der Mathenacht hätten teilnehmen wollen, als die hier Anwesenden.

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Hinweis: Viele weitere Bilder (71 insgesamt) sind auf der Homepage des Fördervereins zu sehen.

Teilnehmen durften jedoch immer nur vier Schülerinnen und Schüler pro Klasse. Betreut wurden diese durch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die auch mal helfend zur Seite standen, wenn ein Problem nicht verstanden wurde oder gar nicht gelöst werden konnte. Zudem leisteten die Oberstufenschüler die Essens- und Getränkeausgabe und organisierten die Anmeldung.

In den vorhergehenden Jahren nahm das Gymnasium Nordhorn jeweils an der „Langen Nacht der Mathematik“ teil, die von zwei Gymnasien in Neumünster organisiert wird. Dabei waren die Aufgaben so kreiert, dass es den Schülerinnen und Schülern nicht immer leicht fiel, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Zudem brach der Server der Organisatoren immer wieder unter der Last der vielen Online-Eingaben zusammen.
Die Fachschaft Mathematik des Gymnasiums Nordhorn hatte nun zu entscheiden, ob und in welcher Form eine Teilnahme an einem solchen Wettbewerb geleistet werden kann. Kurzerhand entschied man sich dafür, eine eigene Mathenacht zu organisieren, wobei der Ablauf ähnlich gestaltet wurde wie die langen Mathenächte zuvor. Auch konnte die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Döner, Pizzen und Getränken durch das finanzielle Engagement des Fördervereins des Gymnasiums Nordhorn wie gewohnt gewährleistet werden.

Bei der Nordhorner Mathenacht treten die Teams der jeweiligen Klassen gegeneinander an und haben dann jeweils fünf Aufgaben in drei Runden zu bearbeiten. In diesem Jahr erreichten fast alle Teams die dritte Runde und zwei aus den unteren Jahrgängen, sowie vier aus den Jahrgängen 7/8 konnten auch die Aufgaben der letzten Runde richtig lösen. Entscheidend für die Platzierung war dann die Darstellung der Lösungen und der Lösungswege.

Während sich bei den Jahrgängen 5/6 die Klasse 6a knapp vor der Klasse 5c und der Klasse   durchsetzen 6e konnte, entschied die Klasse 7e den Wettbewerb deutlich und auch frühzeitig für sich. Hier belegten die Klassen 8a und 8d und die Plätze 2 und 3.

Zum Abschluss fand in Anwesenheit der Eltern die Siegerehrung statt, bei der kleine Präsente überreicht wurden. Als Sieger konnten sich aber alle fühlen, die diese Nacht mit Mathematik verbracht haben, alle Schülerinnen und Schüler haben im Team und in angenehmer Atmosphäre viel erreicht und einen tollen Abend verbracht.

Stephan Heetlage