In diesem Schuljahr beschäftigen sich drei Seminarfächer unserer Schule mit der Agenda 2030. In dieser haben sich die Staaten vor fünf Jahren verpflichtet, bis zum Jahr 2030 unsere Welt besser zu machen.

Zwei Ziele der Agenda 2030  - Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3) und Geschlechtergleichheit (Ziel 5) - stehen im Mittelpunkt der Seminarfächer "Health and gender" (Schreiber) und "Gesundheit, Mann und Frau in Kunst und Literatur" (Lambers / Rigterink). Die Erasmusschülerinnen und -schüler studieren zusammen mit den Partnerschulen in Island, Spanien, Italien, Kroatien und Ungarn Ziel 3 und Ziel 5 im Schuljahr 2019/20. In den folgenden zwei Schuljahren geht die Arbeit mit vier weiteren Zielen weiter.

Das Seminarfach "Gesundheit, Mann und Frau in Kunst und Literatur" stellt euch heute alle Ziele der Agenda 2030 vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Plakate zu den einzelnen Zielen gestaltet. Natürlich erfassen sie dabei nur einen Aspekt des Ziels. Das, was sie - für Deutschland - wichtig finden, haben sie in ihrem Plakat gestaltet.

 

Welches Plakat gefällt euch besonders gut? Welches Ziel findet ihr sehr wichtig?

Nehmt an unserer Umfrage teil und gewinnt einen Mensagutschein. Es werden zehn Mensagutscheine unter allen Antworten verlost. Nach der Corona-Auszeit könnt ihr die Gutscheine einlösen. Stichtag der Abstimmung: 24.4.2020. Den Abstimmungszettel findet ihn hier. Füllt ihn aus, scannt ihn ein und schickt ihn zu: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ihr könnt den Abstimmungszettel auch ausdrucken und in den Briefkasten der Schule schmeißen (bitte deutlich notieren, dass er in das Fach Rigterink gelegt werden soll) oder - wenn das Corona-Aus vorbei ist -  direkt in mein Fach legen lassen.

 

Hier die Plakate des Seminarfachs "Gesundheit, Mann und Frau in Kunst und Literatur":

Ziel11

Nicht nur Afrika ist von der Armut betroffen. Auch bei uns in Deutschland lebt 15,7% der Bevölkerung in Armut oder an der Armutsgrenze. Das sind knapp 13 Millionen Menschen und die Tendenz ist steigend.

Larissa Scharke

 

 

Ziel 2 Aylin

 

Essen gehört zu unseren Grundbedürfnissen.

Leider haben nicht alle Menschen diese Sicherheit und die Möglichkeit hierzu. Diese Sicherheit muss gewonnen werden, Essen muss selbstverständlich sein. Wir müssen den Hunger beenden.

Aylin Acilar

 

 

Ziel3

 

Marlene Kempken

 

 

 

Ziel4

Bildung ist ein Menschenrecht. Hat jeder das Recht auf die gleiche Bildung? Theoretisch ja, aber die Realität sieht leider ganz anders aus.

Viele Menschen haben keinen oder nur einen schlechten Zugang zur Bildung und können diese nicht ein ganzes Leben lang in Anspruch nehmen.

Die Agenda 2030 möchte erreichen, dass jeder, ob jung oder alt, ob Mädchen oder Junge, Zugang zu hochwertiger Bildung  hat.

Denn: Bildung ist dein Recht!

Britt Wessling

 

 Ziel5neu Kirtsen

 

Simone de Beauvoir weist darauf hin, dass nicht das biologische Geschlecht für unser Wesen und Leben ausschlaggebend ist, sondern unsere Erziehung.

Frauen sind nicht von der Venus und Männer nicht vom Mars, sondern unsere Eltern, der Kindergarten, die Schule, wahrscheinlich auch der Bachelor und GNTM bestimmen unser Verhalten und unser Wesen und verhindern (oder fördern?) die Gleichheit der Geschlechter.

Solange wir Kinder als "typisch Mädchen" und "typisch Jungs" erziehen, beurteilen und verurteilen, gibt es keine Geschlechtergleichheit und damit keine Gerechtigkeit.

Kirsten Rigterink

 

 Ziel 6 LarissaRED

Alles Leben auf der Erde ist abhängig von sauberem Wasser. Doch 10 Prozent der Menschen weltweit haben keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser und etwa 32 Prozent der Weltbevölkerung  hat keine angemessene sanitäre Basisversorgung.

Um dieses Problem zu beheben, muss die Effizienz der Wassernutzung wie auch die Qualität des Wassers deutlich gesteigert werden. Nur so kann dauerhaft eine nachhaltige Wasserwirtschaft erreicht werden.

Larissa Scharke

 

 

Ziel7

Ohne Energie keine Entwicklung. Doch die Energie ist schlecht für die Umwelt.

Sollten wir also auf Energie verzichten ? Nein! Das ist in unserer Gesellschaft nicht möglich. Aber wir müssen unsere Energiegewinnung und -verbrauch entwickeln.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten von erneuerbaren Energiequellen. Diese müssen wir nutzen!

Michelle Hering

 

Ziel8Kirsten 

Mai ist Spargelzeit!

Unser liebstes Gemüse wird von 85.000 Erntehelfern aus Osteuropa gestochen. Sie leben im Mai in Sammelunterkünften. Am Rand der Felder steht ein Dixi-Klo.

Lohndumping und prekäre Arbeitsverhältnisse gibt es nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern auch bei uns.

Kirsten Rigterink

 

joy

 

Joy van den Hooven

 

 

Ziel10

In der Arbeitswelt gibt es eine soziale und wirtschaftliche Ungleichheit zwischen Männer und Frauen. Männer verdienen mehr als Frauen.

Für weniger Ungleichheit müssen beide Geschlechter im Gleichgewicht sein, damit gleiche Chancen und Gerechtigkeit entstehen können.

Tien Tran

 

Ziel 11 Henrieke

Wohlstand. Wohnraum. Wachstum. Die optimale Entwicklung deutscher Städte?
Nein! Diese Urbanisierung oder Verstädterung führt zu erheblichen Schwierigkeiten: Verkehrsprobleme, Luftverschmutzungen und explodierend hohe Mieten. Eher Schlamassel, Schmutz und Stau. 

Um dem entgegenzuwirken und die Lebensqualität der Bevölkerung langfristig zu garantieren, ist es notwendig, dass Städte und Gemeinden ihren Fokus sowohl auf soziale, ökologische als auch ökonomische Nachhaltigkeit richten.

Henrieke Jarosch

 

 

Ziel12

Stylisch, cool, originell - doch zu welchem Preis?

Unsere Konsumgüter, allen voran Kleidung, wird oft unter katastrophalen Bedingungen hergestellt. Um soziale und ökologische Standards zu ermöglichen, sollten wir als Industriestaat vorbildlich handeln und unserer schnelllebigen Wegwerfgesellschaft ein Ende setzen.

Damit Mode nicht auch in der Welt von morgen über dem Wohl der globalen Gemeinschaft steht!

Henrieke Jarosch

 

 

Ziel13redredred 

Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Welt, in der wir alle leben, zu pflegen und zu beschützen. (Dalai Lama)

Gemeinsam ist hier das Stichwort. Deutschlands Anteil an den weltweiten Co-2-Emissionen ist eher gering. Als eine der weltweit größten Volkswirtschaften hat Deutschland jedoch zu knapp fünf Prozent zur Erderwärmung beigetragen und trägt somit eine Verantwortung für den Klimaschutz.

Nun mögen Kritiker einwenden: „Bevor wir etwas unternehmen, sollen erst mal die USA, China und Indien zum Klimaschutz beitragen. Diese Länder sind für rund 50% der globalen Co-2-Emissionen verantwortlich!“

Aber die Länder mit geringerem Co-2-Ausstoß  wie z.B. Deutschland machen immer noch noch die Hälfte des weltweiten Co-2-Emissionen aus. Auch diese "sauberen" Länder müssen ihrern Kohlenstoff-Ausstoß verringern. Gemeinsam haben wir die Verantwortung, unsere Erde zu beschützen.

Kim Marie Geertsma

 

Ziel 14 JoyRED

Willst du an einem solchen Strand Urlaub machen?

Die Meeresverschmutzung und der damit verbundene Tod der Meerestiere scheinen weit entfernt.

Aber dieses Foto eines Nordseestrandes zeigt, dass auch wir Müll vermeiden und unseren Konsum reduzieren müssen, um die Meere zu retten.

Joy van den Hooven

 

 Ziel 15 Marleen

Lange haben wir die Natur ausgebeutet und nicht über die Konsequenzen nachgedacht.

Das Ziel 15 "Leben an Land" der Agenda 2030 verlangt die nachhaltige Nutzung der Forstwirtschaft.

Wenn wir auch in Zukunft im Einklang von und mit der Natur leben können, müssen wir Konzepte entwickeln, die  die Bodenverschlechterung und den Verlust von Biodiversität stoppen.

Nachhaltige Nutzung sichert unsere Zukunft!

Marleen Kleinert

 

Ziel 16 Jonas 

Papst Paul VI spricht hiermit eine Einladung aus, die die Schwierigkeiten, Gerechtigkeit zu praktizieren, nicht ignoriert.

Gerechtigkeit erfordert immer ein Opfer von Prestige und Eigennutz. Es ist eine starke Seele erforderlich, um nachzugeben und auf die Wege der Gerechtigkeit und des Friedens zu gehen. Es ist eine Aufforderung, für sein Recht auf Frieden zu kämpfen, was jedoch nicht bedeutet, dies mit Gewalt zu betätigen.

Die wahre Bedeutung von Frieden ist im Respekt gegenüber dem Menschen verwurzelt. Und wie kann man den Respekt gegenüber Menschen nennen? Man nennt es Gerechtigkeit.

So Paul VI in einer Rede anlässlich des Tags des Friedens (1971)

Jonas Elferink

LOGO

Das Logo hat eine Schülerin aus Reykjavik geschaffen. Es steht für unser Kooperation von sechs Schulen, die drei Jahre lang zusammenarbeiten. Auch Erasmus+ soll Partnerschaften mit neuem Leben erfüllen (Ziel 17)

 

 

Gleich zwei Workshops forderten die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachs "Gesundheit, Frau und Mann in Kunst und Literatur" in der vergangenen Woche.

Workshop 1 "Horror vacui"

Am Mittwoch tauchte das Seminarfach zunächst in die Malerei von Dorothee Diebold ein. Sind das Bilder oder Skulpturen in der aktuellen Ausstellung der Städtischen Galerie? Aus den Wänden und Decken kriechen amorphe Gebilde in den Raum. Mit Farbe geht die Künstlerin nur sparsam um, aber dann entdeckt man die verschiedenen Schattierungen des Graus und auch im Schwarz verstecken sich Rot und Blau. Und Glitzer! Sind es Fischwesen, vielleicht Rochen oder Wale? Oder Gletscher, die absterben?

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Karin Heidinger-Pena von der Kunstschule der Städtischen Galerie hat den Gästen keine einfachen Antworten präsentiert, sondern die Vorgehensweise der jungen Malerin Diebold erklärt. Sie arbeite auf nichtgrundierter Leinwand, lasse die Farben durchscheinen und stopfe die Leinwand teilweise aus. Nach der Begegnung mit den Werken von Diebold bekamen die Seminarteilnehmerinnen und - teilnehmer Leinwände und drei Farben: Schwarz, Weiß und Blau. Auf den abgeschliffenen Leinwänden versuchten sich die Schülerinnen und Schüler in der Technik von Diebold. Zuvor hatte die Voluntärin der Kunstschule, Nele Overhageböck, Tipps formuliert, wie der Horror Vacui, die Angst vor der weißen Leinwand, bezwungen werden kann: Hab Mut zur Häßlichkeit! Lass dich inspirieren! Fang an! Overhageböcks Tipps schienen  die Teilnehmenden gar nicht zu brauchen. Ohne zu zögern, machten sie sich an die Arbeit und es entstanden Bilder zum größten Teil in der neuen Technik, die die Leinwand durchschimmern ließ und die mit Farbschichten experimentierte. Ihre Kunstlehrerin, Thea Lambers, war begeistert: "Ihr arbeitet abstrakt!"

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Workshop 2 "Poetry Slam"

Am Freitag und Samstag führte die Slamerin Tabea Farnbacher in das kreative Schreiben ein. In dem schönen Raum der alten Cafeteria waren die Aufgaben am Freitagnachmittag noch einfach. Es wurden Reimwörter gesucht, zu Schlagworten Assoziationen aufgeschrieben, gemeinsam Vierzeiler formuliert und Geschichten verfasst. Vorgetragen werden musste gar nichts. Trotzdem trauten sich einzelne, ihre neuen Texte dem Publikum zu präsentieren. Am Samstagmorgen warteten 15 verschiedene Schreibaufgaben auf die Teilnehmenden. Einzige Aufgabe bis zum Mittagessen: Schreib einen Text, den du am Nachmittag auf die Bühne bringst. Die große Freiheit wurde zum großen Problem. Jetzt war die Angst nicht vor der weißen Leinwand, aber durchaus vor dem weißen Papier zu spüren. Die Erfahrung der Dozentin löste aber die Schreibblockaden. Sie gab dem Kurs neue Schreibinspirationen und kleine Aufgaben und unmerklich bekamen die Erasmusschülerinnen und -schüler auch ihre große Schreibaufgabe in den Griff. Am Nachmittag erhielten die persönlichen, witzigen, auch traurigen Geschichten ein erstes Publikum. Immer wertschätzend kommentierten die Teilnehmenden und die Dozentin die Geschichten, Szenen und Gedichte. In einer weiteren Phase wurden Textpassagen verbessert, ergänzt und auch gestrichen. Am Ende der Woche gesellte sich so zu dem Bild noch ein sprachliches Kunstwerk. 

Dichten RED

 

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Und nun?

Kurz vor den Weihnachtsferien haben die Erasmusschülerinnen und -schüler nun die Qual der Wahl. Soll der Kern ihrer Facharbeit ein poetischer Text sein? Ein Comic? Ein Sketch? Ein Videoclip? Ein Plakat? Dass sie die Angst vor dem weißen Papier bezwingen können, haben sie in den zwei Workshops erlebt.

Kirsten Rigterink

Am 6. und 7. Dezember ist Tabea Farnbacher zu Gast im Seminarfach "Gesundheit, Mann und Frau in Kunst und Literatur" (rig/lmb).

Tabea Farnbacher studiert Psychologie in Heidelberg und ist eine erfolgreiche Poetry-Slammerin im deutschsprachigen Raum. Sie wird mit den Teilnehmer*innen des Erasmus-Seminarfachs am Freitagnachmittag und am Samstag einen Poetry-Slam-Workshop durchführen. Ob die Ergebnisse der Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden, entscheidet die Gruppe im Verlauf des Workshops.

Wir haben noch fünf Platze frei und bieten diese interessierten Schüler*innen ab 16 Jahren an. Alle Kosten (Dozentin und Essen am Samstag) werden von den Erasmus-Fördergeldern beglichen.

Interesse? Meldet euch bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Der spanische Kollege Diego Sánchez Pérez von unserer Erasmus-Partnerschule in Arona (Teneriffa) hat einen Instagramm- Account für unser CreActive-Projekt gegründet. Dort veröffentlicht er Fotos von den Erasmus-Gruppen aller sechs Schulen aus Kroatien, Ungarn, Island, Italien, Spanien und Deutschland.

 

Folgt creactive_erasmus!

 

 

Die Fotoserie "Removed" des US-amerikanischen Künstlers Eric Pickersgill zeigt unsere Abhängigkeit von Smartphone und Tablet. Die schwarz-weißen Fotos weisen auf die Isolation, die Traurigkeit und Sprachlosigkeit von uns Nutzern. Alle Bevölkerungsgruppen sind gleichermaßen getroffen. Der digital Native, aber auch das ältere Ehepaar sitzt erstarrt vor dem Bildschirm. Jugendliche, Kinder, Freundinnen, Familien und Liebespaare sind gleichermaßen gebannt vom Onlineleben. 

Die Schüler*innen des Seminarfachs "Kunst und Literatur" diskutierten und analysierten zunächst die Fotografien Pickersgills und lasen Artikel zur Onlinesucht. Über die Herbstferien haben sie Pickersgills Kritik aufgenommen und weiterentwickelt und dabei Bilder sehr unterschiedlicher Techniken geschaffen.

 

Britt Wessling "Ohne Titel" Bleistift / Wasserfarbe

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Kim Geertsma "(Dis)connected" Linoldruck

 

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Michelle Hering "Ohne Titel" Collage

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Henrieke Jarosch "Digital Junkie" Kuli / Wasserfarbe

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Larissa Scharke "Ohne Titel" Objekt / laminiert

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