Was machen wir mit den europäischen Geldern?

 

Das Projekt wird großzügig von der Europäischen Union gefördert, was bedeutet, dass wir in den 28 Monaten des Projekts sehr viel Geld für unsere Schule bekommen. Damit können wir vieles bezahlen:

 

  • Reisen (7 Tage) zu den Workshops in den Partnerschulen in Malbork und Gouda
  • Workshops in Nordhorn
  • ein- und mehrtägige Exkursionen in den Seminarfächern und in der AG
  • außerschulische Dozenten: Theaterpädagogen, Fotografen, Historiker …
  • Materialien: Bücher, Filme, Kameras, Entwicklung und Rahmung von Fotografien ...
  • Treffen mit Migranten von damals und heute in entspannter Atmosphäre
  • Fortbildungen für die teilnehmenden LehrerInnen
 

Was machen wir?

 

Das Projekt dauert mehr als zwei Jahre und in dieser Zeit werden die Teilnehmer, d.h. SchülerInnen, LehrerInnen und hoffentlich auch viele Eltern unserer Schulgemeinschaft, sehr aktiv sein. Wir werden:

 

  • die Stadtgeschichte von Nordhorn untersuchen und sie mit der von Malbork, Izmir und Gouda vergleichen
  • Migrationsbiografien erstellen
  • Dokumentarfotografien machen: von Menschen, von ihren Arbeitsplätzen, ihren Familien, ihren Orten
  • Filme sehen und untersuchen
  • unsere Familien nach Migrationserfahrungen befragen
  • Literatur von Menschen mit Migrationserfahrungen lesen und untersuchen
  • die aktuelle Situation von Flüchtlingen und Arbeitsmigranten in Nordhorn darstellen, erklären
  • Exkursionen (Berlin? Dortmund? Bremen?) machen
  • Migrationsgeschichten auf die Bühne bringen
  • englisch, polnisch, deutsch, niederländisch, türkisch und - zur Not - mit Händen und Füßen reden
  • nach Malbork (brrrrr - im Winter) und Gouda (zu den Tulpen im Frühling) reisen und dort mit den türkischen, polnischen und niederländischen Mitschülern arbeiten, sprechen und feiern
Wir arbeiten analytisch und kreativ, allein und zusammen!

 

Was lernen wir?

 

In dem mehr als zweijährigen Projekt werden wir, SchülerInnen und Lehrerlnnen, viel Neues erfahren und lernen.

 

In der AG und in den Seminarfächern werden folgende Fragen gestellt und – hoffentlich – beantwortet:

 

  • Wie sprechen wir mit Zeugen der Geschichte und wie verarbeiten wir deren Zeugnisse?
  • Was und wen und wie fotografieren wir?
  • Wie veröffentlichen wir unsere Ergebnisse im Internetportal eTwinning?
  • Wie gehen wir mit dem Fremden und den Fremden um?
  • Wie prägt uns unsere Kultur und Geschichte? Wie prägen wir sie?
  • Wie verarbeiten wir Daten mithilfe der EDV?
  • Was haben wir mit Menschen aus Malbork, Izmir und Gouda gemeinsam? Was trennt uns?
  • Wie können wir uns auf Englisch verständigen? Oder doch besser auf Polnisch, Niederländisch oder Türkisch?
  • Wie nutzen wir die Bühne, um Migration und Flucht darzustellen?
  • Wie macht man eine Ausstellung?
  • Wie sprechen wir vor Publikum? Wie leiten wir eine Diskussion?

Erasmus national:

AG und Seminarfächer

Die Erasmus-AG (Start: Februar 2017) beginnt das Projekt und ist für alle SchülerInnen der Schule ab Jahrgang 8 geöffnet.

Thema:  Flucht und Migration – unsere Schule und unsere Stadt.

SchülerInnen des Jahrgangs 10 (Abitur 2019) arbeiten in Erasmus-Seminarfächern (Start August 2017).

 

Die Seminarfächer haben unterschiedliche Schwerpunkte zum Thema „Flucht und Migration im 20. und 21. Jahrhundert – Problem oder Chance?“

  • Aktuelle politische Lage

  • Geschichte von Migration und Flucht

  • Migration und Flucht im Film und in der Literatur

  • Migration und Flucht: Zusammenstoß von Religionen und Wertesystemen? 

 

Erasmus international:

eTwinning und Workshops

Die Arbeitsergebnisse werden mit den Ergebnissen der SchülerInnen aus den Partnerschulen verglichen und zusammengestellt. Als Medium nutzen wir dabei das Internetportal von eTwinning.

Es gibt internationale Workshops in Gouda, Nordhorn und Malbork, bei denen die deutschen, niederländischen, polnischen und türkischen SchülerInnen zusammenkommen, lernen, arbeiten und – natürlich auch – Exkursionen machen und feiern.

Workshop 1 "Dokumentarfotografie" (Gouda)

Workshop 2 "Oral history" (Nordhorn)

Workshop 3 "EDV und andere statistische Herausforderungen" (Malbork)

Workshop 4 "Eine Ausstellung kuratieren" (Gouda)

Workshop 5 "Auf die Bühne!" (Nordhorn)

 

„Flucht und Migration im 20. und 21. Jahrhundert – Problem oder Chance?“

Erfolgreiche Bewerbung mit dem Projekt im Frühjahr 2016 (in Niedersachsen haben acht Gymnasien den Zuschlag bekommen).

Projektdauer: November 2016 bis Februar 2019

Zusammenarbeit des Gymnasiums Nordhorn mit Gymnasien aus Malbork (Polen), Izmir (Türkei) und Gouda (Niederlande).

Flucht und Migration ist ein zentraler Aspekt der Schul- und Stadtgeschichte aller vier Projektpartner und der Schwerpunkt des zweijährigen Projekts.

 

Gymnasium Nordhorn (Koordinator des Projekts)

nach 1945: neue Heimat von Vertriebenen

Textilstadt mit „Gastarbeitern“ aus der Türkei, Italien und Portugal

seit 1990er Jahre: neue Heimat von Aussiedlern

aktuell: neue Heimat von Arbeitsmigranten aus verschiedenen europäischen Ländern und von Flüchtlingen vor allem aus dem muslimischen Raum

Zespol Szkol Ponadgimnazjalnych 1 in Malbork (alte und neue Partnerschule in Polen)

nach 1945 Heimat von vertriebenen Polen aus der Westukraine

Umsiedlungen / Binnenmigration

aktuell: Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Antoniuscollege in Gouda (neue Partnerschule in den Niederlanden)

Kolonialgeschichte

aktuell: Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika

Vali Vecdi Gonul Anadolu in Izmir (neue Partnerschule in der Türkei)

aktuell: syrische Flüchtlinge