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 „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben…“

Anreise mit Hindernissen

Bericht von Marianne Spethmann

In aller Herrgottsfrühe hatten wir durch private Pkws alle um 5.50 Uhr den Bahnhof in Bad Bentheim erreicht, waren nicht im Fahrstuhl stecken geblieben und standen schließlich auf dem Bahnsteig. 6.08 Uhr sollte der Zug abfahren, tat er aber nicht, weil Unvorhergesehenes ihn ausgebremst hatte. Mit 25minütiger Verspätung ging‘s los, aber nur bis Oldenzaal, weil die Eurobahn die Verspätung wieder aufholen wollte und einfach wieder zurück nach Bad Bentheim fuhr. Also stiegen wir in Oldenzaal aus und warteten dort auf den nächsten Zug bis Hengelo …. Allerdings konnten wir dann in Amersfort durchfahren (dort war eigentlich ein regulärer Umstieg geplant). Da der Zeitpuffer ausreichend war, konnten wir trotz Verspätung entspannt einchecken und das Gate aufsuchen. Dann hatte der Flieger Verspätung und hob erst eine halbe Stunde später ab. Der Flug war aber recht angenehm… So wartete das Taxi wohl schon länger auf uns und musste sich wie wir noch weiter gedulden, denn das Gepäckband konnte nichts befördern, da das Tor zum Band nicht zu öffnen war…

Das war aber die letzte Hürde, dann lief alles reibungslos: Das Taxi brachte uns nach Malbork, wir konnten in unserem Hotel kurz die Zimmer beziehen und wurden das letzte Stückchen noch zur Schule befördert, wo auch eineinhalb Stunden später eine kleine süße Stärkung auf uns wartete, mit deren Hilfe wir konzentriert in die Kennenlernrunden einsteigen konnten, die Asia vorbereitet hatte.

So erfuhren wir, dass Asia gerne Kaffee trinkt, Kasia die Biologie, die nächste Kasia Tiere, Julia Schokolade, Philipp Fußball,…, Diana Eishockey, Pia Tennis, Nele Shoppen, Viviane Tanzen, Katharina Schwimmen oder Alina Sport liebt.

Welche sichtbaren Gemeinsamkeiten verbinden den Sprecher mit zwei weiteren ausgewählten Personen? – Anschließend knüpften wir mit einem langen Faden ein Netz, indem wir einerseits die Namen erinnern sollten, uns andererseits aber auch bewusst machten, dass wir alle miteinander auf dieser Erde als Menschen verbunden sind. – Es war schön, einander wahrzunehmen und die Fremdheit des ersten Augenblicks zu überwinden. So kann man Lust auf die kommenden Tage des gemeinsamen Projektarbeitens  bekommen.

 

Ein kurzer Spaziergang über die Nogat führte zu einem kleinen Restaurant, das für alle ein typisches polnisches Essen (mit Pommes frittes!) vorbereitet hatte. Nach diesem für uns alle langen Tag gingen wir teilweise noch ein paar Schritte weiter durch das freundliche Malbork und freuten uns aber auch schon auf Dusche und Bett.